3D-Drucker - Chinesische Baufirma druckt Häuser aus Beton und Faserglas

Ein chinesisches Bauunternehmen hat in Schanghai erste 3D-gedruckte Häuser aufgestellt, die nur 3.500 Euro kosten.

von Georg Wieselsberger,
12.04.2014 17:45 Uhr

Ein aus dem 3D-Drucker stammendes Haus aus Beton und Faserglas.Ein aus dem 3D-Drucker stammendes Haus aus Beton und Faserglas.

Wie die auf 3D-Drucker spezialisierte Webseite 3Ders meldet, hat das chinesischen Unternehmen WinSun kürzlich in Shanghai eine ganze Gruppe von kleineren Häusern aufgestellt, deren Rohbau komplett aus 3D-Druckern stammt. Der dafür verwendete Drucker ist 150 Meter lang, 6,6 Meter hoch und 10 Meter breit und kann ein komplettes Gebäude innerhalb weniger Stunden, aber auch Fertigteile erstellen. Da die Vorlagen wie bei einem normalen 3D-Drucker am Computer erstellt werden, kann der Riesendrucker beim Erstellen des Gebäudes in Schichten auch den Platz für Wasserrohre, Stromversorgung, Fenster, Türen oder Wärmeschutz berücksichtigen, die dann später eingebaut werden.

Das Unternehmen besitzt mehrere chinesische Patente auf Baumaterialien, darunter auch mit Faserglas verstärkter Beton, der auch bei den 3D-gedruckten Häusern zum Einsatz kommt. Als Grundstoffe für den Bau der vorgeführten Häuser dient aber zu 100 Prozent recyceltes Baumaterial und auch beim Bau selbst soll keinerlei Müll anfallen. WinSun plant laut der Meldung sogar den Bau von 100 neuen Recycling-Fabriken, um entsprechendes Material zu sammeln und für den Hausdruck zu verarbeiten.

Die in Schanghai aufgestellten Häuser kosteten umgerechnet gerade einmal 3.500 Euro. Aus diesem Grund hofft WinSun auch, dass die 3D-Drucktechnik auch ärmere Einwohner des Landes mit bezahlbaren und würdevollen Häusern versorgen kann. Erst im Januar hatten wir darüber berichtet, dass 3D-Druck für Häuser als Notfallunterkunft oder auch für eine Basis auf anderen Planeten diskutiert wird.


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