AMD - Intel muss Dokumente zur Löschung von Emails herausgeben

Nachdem AMD Intel im Jahr 2005 wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht verklagt hatte, war Intel dazu verpflichtet, entsprechende Dokumente zu sichern. Nach eigenen Angaben hätte Intel dies auch getan, indem man Kopien von Emails und Dokumenten angelegt, Dokumente von entsprechenden Mitarbeitern und Abteilungen angefordert und bestimmte Mitarbeiter zu wöchentlichen Backups ihrer Daten aufgefordert hätte. Aber einige Mitarbeiter wären dem nicht gefolgt, ausserdem hätte Intel vergessen, die automatische Löschfunktion des Email-Systems zu deaktivieren, das Mails nach 35 Tagen entfernt. Auch hätte es laut Intel ein paar Probleme mit der Ausgabe von Backup-Tapes gegeben und einige der Backups wären nach einem Jahr versehentlich überspielt worden.

von Georg Wieselsberger,
15.05.2008 14:00 Uhr

Nachdem AMD Intel im Jahr 2005 wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht verklagt hatte, war Intel dazu verpflichtet, entsprechende Dokumente zu sichern. Nach eigenen Angaben hätte Intel dies auch getan, indem man Kopien von Emails und Dokumenten angelegt, Dokumente von entsprechenden Mitarbeitern und Abteilungen angefordert und bestimmte Mitarbeiter zu wöchentlichen Backups ihrer Daten aufgefordert hätte. Aber einige Mitarbeiter wären dem nicht gefolgt, ausserdem hätte Intel vergessen, die automatische Löschfunktion des Email-Systems zu deaktivieren, das Mails nach 35 Tagen entfernt. Auch hätte es laut Intel ein paar Probleme mit der Ausgabe von Backup-Tapes gegeben und einige der Backups wären nach einem Jahr versehentlich überspielt worden.

All das ist dem Gericht seit Februar 2007 bekannt, allerdings hatte Intel damals nicht offengelegt, dass man Rechtsanwälte damit beauftragt hatte, insgesamt 1.023 Mitarbeiter zu diesen Vorgängen zu befragen. Dies wurde erst einen Monat später offenbar, als Intel eine Zusammenfassung der Befragungen an das Gericht weitergab. Darin sprach sich Intel selbst von jeder Absicht frei, die Dokumente wären nur aufgrund von Mißverständnissen und individuellen Fehlern von Mitarbeitern verloren gegangen. AMD verlangte Einsicht in die Ergebnisse der Befragung, doch Intel lehnte mit dem Hinweis ab, es handele sich um vetrauliche Dokumente zwischen den Anwälten und Intel als Klienten. Das Gericht sah das nun anders. Intel könne nicht erwarten, dass man blind den Angaben über die Vollständigkeit der Informationen vertraue. Intel hat fünf Tage Zeit, die Dokumente mit den internen Befragungen zu übergeben oder Einspruch einzulegen.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...