AMD - Interview mit Hector Ruiz

Mercury News hat ein Interview mit CEO und Chairman Hector Ruiz zur Lage von AMD geführt. Dabei wurde unter anderem nach den Folgen von Intels angeblichen illegalen Praktiken für AMD gefragt. Hierzu führte Ruiz aus, dass AMD grossartige Produkte habe, aber dafür nicht richtig belohnt worden sei. Dies sei eine Folge der Praktiken von Intel. AMD sollte eigentlich eine wesentlich stärkere Position im Markt haben. Eine finanzielle Strafe für Intel wäre nicht das Hauptziel für AMD, obwohl er der Meinung ist, es solle eine solche geben. Ausserdem würde Intel beispielsweise in Japan immer noch gewisse Dinge tun, die sie nach einem Abkommen mit der dortigen Fair Trade Commision nicht mehr tun dürften.

von Georg Wieselsberger,
21.08.2007 14:48 Uhr

Mercury News hat ein Interview mit CEO und Chairman Hector Ruiz zur Lage von AMD geführt. Dabei wurde unter anderem nach den Folgen von Intels angeblichen illegalen Praktiken für AMD gefragt. Hierzu führte Ruiz aus, dass AMD grossartige Produkte habe, aber dafür nicht richtig belohnt worden sei. Dies sei eine Folge der Praktiken von Intel. AMD sollte seiner Meinung nach eigentlich eine wesentlich stärkere Position im Markt haben. Eine finanzielle Strafe für Intel wäre nicht das Hauptziel für AMD, obwohl er der Meinung ist, es solle eine solche geben. Ausserdem würde Intel beispielsweise in Japan immer noch gewisse Dinge tun, die sie nach einem Abkommen mit der dortigen Fair Trade Commision nicht mehr tun dürften.

Auf den neuen Barcelona-Prozessor angesprochen, erklärte Ruiz, dass AMD gehofft habe, den Barcelona früher auf den Markt bringen zu können. Der Prozessor sei extrem komplex und AMD schaffe etwas, was niemand zuvor getan habe. Selbst die starke Konkurrenz verfüge noch über keinen echten Quadcore. Aber jedes Problem, das bei der Entwicklung aufgetaucht sei, habe die Planung um bis zu sechs Wochen zurückgeworfen, und man habe davon mehr als erwartet bekommen. Nachdem man schliesslich alle Schwierigkeiten gelöst hatte, war man mehr als sechs Monate hinter der ursprünglichen Zeitplanung.

Auf sein Alter und einen eventuellen Rückzug angesprochen, sagte der CEO von AMD, er sei 61 Jahre alt und habe darüber noch nicht nachgedacht. Natürlich werde diese Zeit kommen, aber noch fühle er sich jung und könne 200 Meilen wöchentlich auf dem Rad fahren. Er sei aber kein Egomane und irgendwann werde es nötig sein, die Leitung an eine neue Generation zu übergeben. Er wolle nicht für ewig bleiben. Zu diesem Zeitpunkt jedoch habe er keine Pläne in diese Richtung.


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