AMD Zen-Prozessoren - Spekulationen um Probleme bei der Herstellung (Update)

Bislang gibt es keine offiziellen Aussagen von AMD dazu, wo die neuen Zen-Prozessoren hergestellt werden. Angeblich soll nun TSMC statt Globalfoundries den Zuschlag erhalten haben.

von Georg Wieselsberger,
30.09.2015 10:31 Uhr

Die Zen-Prozessoren von AMD sollen gegen Ende 2016 auf den Markt kommen.Die Zen-Prozessoren von AMD sollen gegen Ende 2016 auf den Markt kommen.

Update: Laut Golem hat Globalfoundries direkt bestätigt, dass die 14-Nanomenter-Produktion, die vermutlich auch AMD nutzen wird, im Zeitplan ist. Erste Samples sollen noch in diesem Jahr produziert werden und die Massenproduktion wird demnach schon Anfang 2016 anlaufen.

Damit dürfte der angebliche Umstieg der Zen-Produktion von Globalfoundries zu TSMC unwahrscheinlich sein und die neuen AMD-Prozessoren könnten pünktlich gegen Ende 2016 auf den Markt kommen. Es gibt allerdings von AMD nach wie vor keine offizielle Aussage dazu, dass Globalfoundries tatsächlich der Partner für die Zen-Produktion ist.

Quelle: Golem

Originalmeldung: Viele Gerüchte gingen bislang davon aus, dass AMD seine neuen Zen-Prozessoren beim Auftragshersteller Globalfoundries im dortigen 14-Nanometer-FinFET-Verfahren produzieren lässt. Doch angeblich sollen Investoren aus Abu Dhabi, denen Globalfoundries gehört, wegen des niedrigen Ölpreises finanzielle Mittel gekürzt haben. Außerdem gibt es laut Fudzilla Gerüchte über Probleme bei der Umstellung der Produktion und über eine schlechte Ausbeute bei der 14-Nanometer-Produktion. Daher soll AMD nun zu TSMC gewechselt sein, die bald die Massenproduktion mit einem ausgereiften 16nm-FinFet-Prozess starten wollen.

Doch entgegen den Gerüchten gibt es von Globalfoundries selbst einige Erfolgsmeldungen über die eigenen Herstellungsverfahren. Laut dem Senior Manager Jason Gorss übertrifft das aktuelle 14-Nanometer-Verfahren sogar die Planungen und biete die beste Ausbeute und die geringste Anzahl an Defekten bei dieser Art der Produktion. Eine frühe Version dieses Verfahrens sei kurz davor, die Massenproduktion zu starten und dabei die Ausbeuteziele für wichtige Kunden zu erreichen. Eine auf Leistung optimierte Version mit dem Kürzel 14LPP, die Globalfoundries von Samsung lizenziert hat, soll noch in dieser Jahreshälfte alle Tests bestehen und dann Anfang 2016 für die Massenproduktion genutzt werden.

Laut Gorss wurden mit diesem Verfahren auch schon die ersten Versuche mit speziellen Prototypen durchgeführt, die eine »exzellente« Ausbeute und eine Leistung lieferten, die fast bei 100% der gewünschten Ziele lag. Da AMD laut den früheren Spekulationen genau dieses Verfahren bei Globalfoundries nutzen soll, könnte es sich bei diesen getesteten Chips schon um die ersten Zen-Prozessoren gehandelt haben. Es gäbe dann für AMD auch keinen Grund, jetzt noch den Auftragshersteller zu wechseln. TSMC wird aber weiterhin die Grafikchips für AMD produzieren.

Quelle: Fudzilla, Kitguru

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