Apple unter Verdacht - EU-Kommission vermutet Kundentäuschung

Die EU-Kommission wirft Apple vor, seine Kunden über ihre Rechte beim Kauf von Produkten zu täuschen.

von Georg Wieselsberger,
01.10.2012 12:00 Uhr

Wie der Spiegel meldet, hat EU-Kommissarin Viviana Reding die Verbraucherschutzminister aller 27 EU-Länder angeschrieben, nachdem sie von zwei Europaabgeordneten auf das Verhalten von Apple im Bereich Verbraucherrechten aufmerksam gemacht worden war.

Laut Reding versäumt es Apple anscheinend, » den Verbrauchern klare, wahrheitsgemäße und vollständige Informationen über die ihnen nach EU-Recht zustehende gesetzliche Garantie zu geben«, werbe dagegen aber » prominent für seine eigene kommerzielle Gewährleistung«. Der Hinweis, auf die in der EU vorgeschriebene, kostenlose und zweijährige Garantie fehle aber. In Italien wurde Apple deswegen schon im Dezember zu einer Geldbuße von 900.000 Euro verurteilt, setze aber » dieselben irreführenden Marketing-Maßnahmen auch in anderen Mitgliedsländern« ein.

Wegen dieser »inakzeptablen Werbe-Praktiken« sollen die Verbraucherschutzminister der EU-Länder »diesem Thema bei der Durchsetzung des Verbraucherschutzes besonderes Augenmerk« widmen. Apple selbst verweist laut Spiegel auf Anfrage nur auf die eigene Webseite zu den Verbraucherrechten in der EU.


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