Arbeitsspeicher - Großbrand bei RAM-Hersteller Hynix, Preise steigen (Update)

In der Produktionsstätte des wichtigen Speicherherstellers Hynix Semiconductor in China war gestern Nachmittag ein Großbrand ausgebrochen.

von Georg Wieselsberger,
06.09.2013 08:45 Uhr

Der Großbrand in der Hynix-Fabrik wurde relativ schnell gelöscht und soll nicht so schlimme Schäden verursacht haben, wie dieses Bild vermuten lässt. (Bildquelle: KitGuru)Der Großbrand in der Hynix-Fabrik wurde relativ schnell gelöscht und soll nicht so schlimme Schäden verursacht haben, wie dieses Bild vermuten lässt. (Bildquelle: KitGuru)

Nachdem in der Produktionsstätte von Hynix in Wuxi, China, gestern ein Großbrand ausgebrochen war, der zum Glück nur eine leichte Verletzung eines Mitarbeiters nach sich zog, stellten einige Unternehmen die Auslieferung ihrer Speicherprodukte ein. Die ersten Bilder des Brandes ließen Schlimmes und damit auch enorme Auswirkungen auf den Speichermarkt erwarten.

Doch die Feuerwehr konnte die Flammen nach rund 1,5 Stunden löschen und die Schäden am wichtigen Reinraum halten sich laut einer Meldung von Computerworld im Rahmen, so dass Hynix davon ausgeht, in relativ kurzer Zeit wieder die Produktion aufnehmen zu können.

Die Fabrik in Wuxi ist alleine für fast 15 Prozent der globalen DRAM-Produktion verantwortlich. Auch GDDR5-Speicher für Grafikkarten von Nvidia oder Speicher für Apple wird dort beispielsweise hergestellt. Ein längerer Ausfall würde schnell für steigende Preise vieler Produkte sorgen. Einige Hersteller wollen ihre Auslieferungen von Speicher-Modulen erst wieder starten, wenn das Ausmaß der Schäden und die Dauer des Ausfalls der Fabrik klar sind.

Update: Über den tatsächlich angerichteten Schaden bei Hynix gibt es inzwischen widersprüchliche Angaben im Web, teilweise ist von zehn Verletzten und Feuern in zwei Fabriken vor Ort die Rede, die aber offiziell nicht bestätigt sind. Zumindest ist sicher, dass die Speicherpreise bereits reagiert haben und auf den asiatischen Märkten gestiegen sind.

Der Preis für einen 2-Gigabit-DDR3-Chip stieg beispielsweise um 30 Prozent auf 1,90 US-Dollar, den höchsten Stand seit September 2010. Wie das Wall Street Journal meldet, gehen Experten aber davon aus, dass es keine allzu großen Auswirkungen auf Hynix oder den Nachschub an Speicherchips geben wird, wenn innerhalb eines Monats die Produktion wieder aufgenommen werden kann.


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