Asus Transformer Prime - Hasbro verklagt Asus

Immer öfter müssen sich Richter mit Tablets beschäftigen. Aktuell will der Spielzeughersteller Hasbro einen Verkaufsstopp gegen das Quadcore-Tablet Transformer Prime von Asus erwirken.

von Dennis Ziesecke,
25.12.2011 13:39 Uhr

Transformiert vom Tablet zum Netbook: Asus Transformer PrimeTransformiert vom Tablet zum Netbook: Asus Transformer Prime

Mit dem Asus Transformer erschien vor einiger Zeit eines der interessantesten Android-Tablets - dank Keyboard-Dock war das Tegra-2-Tablet mit wenigen Handgriffen zum Android-Netbook umgebaut. Auch die Leistung lag dank Nvidias Tegra 2 auf für Tablets recht hohem Niveau. Mit dem Asus Transformer Prime ist nun seit gestern das Nachfolgemodell verfügbar. Zwar darf sich Asus auch weiterhin über freundliche Schlagzeilen freuen, erste Tester des Prime zeigten sich durchaus beeindruckt von der Leistung und der Akkulaufzeit des Quadcore-Tablets, dank einer Klage des Spielzeugherstellers Hasbro gibt es aber auch Arbeit für die Rechtsabteilung des Elektronikherstellers.

Hasbro sieht durch die Namensgebung des Asus-Tablets die eigenen Namensrechte an der Transformers-Marke berührt. Unter dem Markennamen "Transformers" bietet Hasbro bereits seit Mitte der 1980er Jahre Actionfiguren an, auch eine Zeichentrickserie wurde ab 1984 ausgestrahlt. 2007 schaffte es die Marke auch auf die Kinoleinwand. Begleitet wurde der Filmstart dabei von einer Marketing-Kampagne, die unter anderem auch Videospiele beeinhaltete.

Das erste Transformers-Tablet störte Hasbro offenbar noch nicht allzu sehr. Mittlerweile dürfte Hasbro aber gewisse Ähnlichkeiten zwischen der eigenen Marke und den Asus-Tablets bemerkt haben: "Optimus Prime" ist bei den Hasbro-Transformers der Anführer der Autobots, das Asus Transformer sowie das Transformer Prime lässt sich mit einem Aufsteck-Keyboard in ein Netbook verwandeln, transformieren. Hasbro befürchtet in einer Stellungnahme, dass seine Kunden das Tablet mit den Spielzeugfiguren in Verbindung bringen könnten.

Im Rahmen der Verhandlungen verlangt Hasbro daher Schadenersatz von Asus und möchte eine einstweilige Verfügung erwirken, um den Verkauf der Tablets vorerst zu verbieten.

Bis vor kurzem sah es allerdings noch so aus, als ob Hasbro nicht allzu viel zu verbieten hätte - das Transformer Prime verspätete sich, der ursprünglich für November geplante Veröffentlichungstermin konnte nicht eingehalten werden. Kurz vor Weihnachten aber tauchten tatsächlich erste Modelle in deutschen Onlineshops auf und sind mittlerweile mit kurzer Lieferzeit bestellbar.

Das Transformer Prime punktet allerdings weniger durch seinen niedrigen Verkaufspreis - dieser liegt mit 599 Euro für die nun lieferbare 64-GB-Version auf recht hohem Niveau - sondern eher durch die gebotene Leistung. Nvidias Tegra-3-Prozessor mit vier Rechenkernen und 1,5 GHz Taktfrequenz treibt das Tablet an. Die verbesserte Geforce-Grafikeinheit sorgt dabei für flotte Grafikdarstellung. Um im Alltag Energie zu sparen, übernimmt bei wenig anspruchsvollen Anwendungen ein niedrig getakteter "Companion"-Kern die Arbeit während die vier leistungsstarken Haupt-Kerne abgeschaltet werden. So erreicht das Transformer Prime bei einem geringeren Gewicht, einem schmaleren Äußeren und unter Last gesteigerter Leistung eine höhere Akkulaufzeit als das Vorgängermodell. Bis zu 12 Stunden soll das Tablet ohne Steckdose durchhalten - mit dem 159 Euro teuren Keyboard-Dock, das einen zusätzlichen Akku enthält, sollen bis zu 16 Stunden realisierbar sein.


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