Buddhisten-Führer - »Videospiele sind Therapie«

Ein hoher Buddhisten-Führer, der Karmapa Lama, ist mit 24 Jahren in einem Alter, in dem Videospiele ein vollkommen normaler Zeitvertreib sind. Gewalthaltige Spiele sind für ihn sogar eine Möglichkeit, Aggressionen virtuell auszuleben.

von Georg Wieselsberger,
22.09.2009 15:00 Uhr

Der Karmapa Lama Trinley Dorje ist ein hochrangiger Buddhist, der auch von den Regierungen in Tibet, China und Indien anerkannt ist. Er ist 24 Jahre alt, hört Hip-Hop und spielt auch solche Videospiele, die hierzulande als »Killerspiele« als Sündenbock und Aktionismus-Vehikel mancher Politiker dienen. Aber Dorje sieht das vollkommen anders. Diese Spiele seien kein Gegensatz zu seinem Glauben, sondern eher eine Art Therapie, wie Times India meldet.

Jeder habe Emotionen, Buddhist oder nicht, und Videospiele helfen dem Karmapa Lama, seine negativen Gefühle und Gedanken »in der Illusion des Spiels« freizulassen. Das sei für ihn eine sehr geschickte Methode, nicht doch irgendjemanden auf den Kopf zu schlagen zu müssen.

Mit dieser Aussage stellt der Mönch die »Argumente« deutscher Politiker auf den Kopf, die in Videospielen die Ursache von Gewalt und kein Ventil für Aggressionen sehen, das bedauerlicherweise bei wenigen Betroffenen nicht mehr ausgereicht zu haben scheint.


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