Conficker-Wurm im Lehrerfortbildungszentrum - 170 befallene Rechner einfach weggeworfen

Der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern berichtet über einen Fall von Steuergeldverschwendung, bei dem 170 PCs wegen Schadsoftware einfach weggeworfen wurden.

von Georg Wieselsberger,
30.04.2013 08:26 Uhr

Im Jahr 2010 wurden Rechner des Lehrerfortbildungszentrums in Greifswald, Neubrandenburg, Schwerin und Rostock von dem Conficker-Wurm und vermutlich auch anderen Schädlingen befallen.

Da die dortigen IT-Abteilungen anscheinend nicht in der Lage waren, die Schadsoftware zu entfernen und eventuell sogar nur in Greifswald Antiviren-Software eingesetzt wurde, entschloss sich das Schweriner Bildungsministerium dazu, die 170 Rechner einfach zu entsorgen. Die neuen Rechner kosteten samt Installation 187.300 Euro. Laut Heise hatte das Ministerium die Kosten einer Reinigung der Rechner auf 130.000 Euro geschätzt. also rund 765 Euro pro PC.

Eine Neuanschaffung war im Haushalt für 2011 bereits mit 152.300 Euro eingeplant und so wurden einfach alle verseuchten Rechner durch neue ersetzt. Software, die Conficker von Rechnern entfernt, ist seit 2009 übrigens sogar gratis erhältlich, die Windows-Sicherheitslücke sogar schon seit 2008 geschlossen.


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