»Das Internet wird verschwinden« - Unsichtbar und überall - laut Google-Chairman Eric Schmidt

Das Internet wird laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Google bald »verschwinden«, weil es überall sein wird.

von Georg Wieselsberger,
23.01.2015 12:41 Uhr

Das Internet wird überall präsent sein, so Eric Schmidt, und dadurch nicht mehr direkt wahrgenommen.Das Internet wird überall präsent sein, so Eric Schmidt, und dadurch nicht mehr direkt wahrgenommen.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Eric Schmidt ist auf dem Welt-Wirtschaftsgipfel, dem World Ecomic Forum, in Davos anwesend und nahm an Gesprächsrunden teil. Ein einem Gespräch wurde er gebeten, eine Vorhersage für die Zukunft des Internet zu machen und überraschte die Zuhörer zunächst mit der Aussage: »Ich werde darauf einfach nur sagen, dass das Internet verschwinden wird«. Allerdings meinte Schmidt laut Hollywood-Reporter damit nicht, dass das weltweite Netz nicht mehr existieren, sondern einfach nicht mehr wahrgenommen wird.

»Es wird so viele IP-Adressen, so viele Geräte, Sensoren, tragbare Dinge und Dinge, mit denen man interagiert geben, dass man es nicht mehr bemerkt. Es wird zu jeder Zeit ein Teil der eigenen Präsenz sein«. Laut Schmidt entstehe so eine stark personalisierte, sehr interaktive und damit auch eine »sehr, sehr interessante Welt«. Zimmer und deren Geräte würden dann dynamisch auf den Nutzer reagieren. Das Internet sei aber ganz allgemein eine wichtige Möglichkeit, mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich Gehör zu verschaffen. Auch die ebenfalls anwesende COO von Facebook, Sheryl Sandberg, sah dies so.

Bisher hätten nur rund 40 Prozent aller Menschen einen Internetzugang. Weiteres Wachstum würde nicht nur die Meinungsfreiheit der Menschen stärken, sondern auch für neue wirtschaftliche Möglichkeiten sorgen. »Ich bin eine große Optimistin«, so Sandberg. Man müsse sich nur vorstellen, was alles möglich sei, wenn weltweit einmal 50, 60 oder mehr Prozent der Menschen Zugang zum Internet besäßen. Auch laut Schmidt kann das Internet in vielen Bereichen helfen, bei Problemen der Staatsführung, bei der Suche nach Informationen, bei persönlichen Problemen, der Gleichberechtigung und bei der Bildung.


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