»Das Ende der Konsolen« - Nvidia sieht Zukunft in Cloud-Gaming

Nach dem PC sind nun wieder einmal die Konsolen bei den Vorhersagen über ein baldiges Ableben an der Reihe. Grund ist ein gemeinsamer »Gegner«: Cloud Gaming.

von Georg Wieselsberger,
24.09.2012 09:57 Uhr

Diesmal vertritt Phil Eisler von Nvidia in einem Interview mit Venture Beat die Ansicht, dass die kommende Konsolengeneration die letzte sein und letztlich von Cloud-Gaming ersetzt werden wird. Diese Meinung ist allerdings wenig überraschend, hat Eisler bei Nvidia doch den Posten des General Managers im Bereich Geforce Grid Cloud Gaming inne.

Zwar gibt es auch laut Eisler beim Spiele-Streaming noch immer Probleme, aber diese würden sich im Laufe der Zeit lösen, da die Bandbreite immer größer, die Latenz immer geringer und die Server immer leistungsfähiger und günstiger würden. Schon heute hätten sich Konsolenspieler nur aufgrund des Fernsehers an Verzögerungen von 150 bis 200 Millisekunden gewöhnt, daher seien die Verzögerungen beim Streamen von Spielen über das Internet letztlich nur der kleinste Anteil daran.

Da außerdem Fernseher entwickelt werden, die weniger als 10 Millisekunden Latenz aufweisen, soll es laut Eisler bald möglich sein, per Cloud-Gaming weniger Verzögerungen zu haben als bei aktuellen Konsolen mit aktuellen Fernsehern. Außerdem sei Cloud-Gaming der Weg, sich als Spieler nicht mehr als Disc-Jockey betätigen zu müssen, egal wie umfangreich ein Spiel ist. Auch Downloads oder Patches entfallen.

Letztlich werde das mehr Leute zu Spielern machen, da die Spiele auf diese Weise zugänglicher sind. Das Geschäft mit Geforce- Grafikkarten sei dadurch aber zumindest für die nächsten 10 Jahre nicht gefährdet, da PC-Spieler doch noch etwas höhere Erwartungen an Auflösungen und Latenz hätten.


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