Daten-Geiz - Datenhandel in großen Ausmaßen

Der weltweite Datenhandel blüht. Doch wie können Sie sich schützen?

von Florian Klein,
08.09.2008 12:19 Uhr

Ganz Deutschland passt auf eine DVD. Zumindest die Eckpunkte unseres Lebens: Name, Alter, Adresse, Telefonnummer, Beruf und Haushaltseinkommen. Je nach Detailgrad ist so eine Datensammlung mehrere Euro pro Einzelperson wert – bei Hundertausenden von Kontakten eine erkleckliche Summe. Der Wert steigt noch, wenn sensible Konto- oder Kreditkarteninformationen dabei sind, wie im Fall des aktuellen Datenskandals, bei dem bis zu 1,5 Millionen Kundendaten vermutlich von der SKL abhanden gekommen sind.

Die Folgen: von lästigen Werbeanrufen am Wochenende bis zu unrechtmäßigen Kontoabbuchungen ist alles drin. Und das sind keine Einzelfälle, denn der Datenhandel blüht weltweit. Die Datenschutzgesetze helfen nur wenig, wenn deren Einhaltung nicht kontrolliert wird. Im Bewusstsein vieler Politiker rangiert Datenschutz eben nicht unter den Wählerstimmen bringenden Schlagwörtern.

Aber wie schützt man sich in der modernen Online-Welt mit Web-Shops, MMOs im Monatsabo und MP3s per DSL? Minimieren Sie das Risiko: Geben Sie nur die nötigsten Informationen preis, zahlen Sie per Nachnahme statt per Kreditkarte und verlängern Sie die Laufzeit Ihres Online-Rollenspiels per Game Time Card statt per Bankeinzug. Verzichten Sie vor allem auf Payback oder ähnliche Bonussysteme – für die beteiligten Firmen ein Persilschein zum Austauschen von Kundenprofilen, für Sie ohnehin ein Minusgeschäft. Kurz: Geizen Sie mit Ihren Daten!


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