Die besten Gaming-Gehäuse Oktober 2017 - 15 Case-Empfehlungen von ATX bis Mini-ITX

Wir haben die besten Gehäuse in drei verschiedenen Preisbereichen zusammengestellt, außerdem empfehlen wir kompakte Mini-ITX-Cases.

von Christoph Liedtke,
16.06.2017 13:32 Uhr

Ein gutes Gehäuse bietet auch leistungsstarken Komponenten genug Platz, um sie aufgeräumt unterzubringen.Ein gutes Gehäuse bietet auch leistungsstarken Komponenten genug Platz, um sie aufgeräumt unterzubringen.

Bei einem Spiele-Rechner kommt es vor allem auf die inneren Werte an, denn ohne eine potente Grafikkarte, eine aktuelle CPU und genügend Arbeitsspeicher läuft kein Spiel zur Höchstform auf. Aber auch die Wahl des Gehäuses sollte beim Rechnerbau wohl überlegt sein, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind groß. Überlegen Sie daher vor dem Kauf genau, welche Ansprüche Ihr zukünftiges Gehäuse erfüllen muss. Bedenken Sie dabei etwa die Anzahl und Art der Front-Anschlüsse oder Festplatten-Slots und optischen Laufwerke oder das Mainboard-Format (ATX, µATX oder Mini-ITX).

Moderne Gehäuse bieten zudem häufig Komfortfunktionen wie eine schraubenlose Montage, modulare Festplattenkäfige oder elegante Kabelführungen hinter dem Mainboard. Je nachdem, wie Sie Ihre Komponenten kühlen wollen, gibt es ebenfalls einige Punkte zu beachten. Falls Sie etwa eine Wasserkühlung verwenden, sollte Ihr Wunschgehäuse entsprechende Öffnungen für die Schläuche vorweisen. Bei luftgekühlten Systemen prüfen Sie die Anzahl und die Größe der freien Lüfterhalterungen.

Um Ihnen den Gehäusekauf zu erleichtern, geben wir in drei Preisbereichen (bis 60 Euro, 60 bis 100 Euro, ab 100 Euro) passende Empfehlungen. Außerdem liefern wir Tipps für die immer beliebter werdenden Mini-ITX-Gehäuse, die sich vor allem zum Bau eines schnellen Wohnzimmer-PCs beziehungsweise einer Steam Machine eignen.

Hinweis
Wir stellen hier bewusst größtenteils optisch schlicht gehaltene Gehäuse vor, weil Modelle mit einem ungewöhnlichen oder auffälligen Design vermutlich eher Gefahr laufen, nicht Ihren Geschmack zu treffen.

Gehäuse bis 60 Euro

Wer bei seiner Rechner-Zusammenstellung auf jeden Cent achten muss oder schlichtweg dem Gehäuse einen nicht allzu hohen Stellenwert beimisst, findet im Preisbereich bis 60 Euro durchaus einige empfehlenswerte Gehäuse. Allerdings ist in diesen Fällen nicht nur für den Käufer das Budget schmal, auch der Hersteller muss an gewissen Stellen den Rotstift ansetzten. Meistens geschieht das bei der Materialstärke des Stahls, der Verarbeitung und der Ausstattung. Als Nutzer entscheidet man sich bei einem PC-Gehäuse bis 60 Euro daher immer für einen Kompromiss zwischen den drei genannten Bereichen.

Vor allem dem Kühlkonzept sollten Sie bei günstigen Gehäusen immer einen kritischen Blick widmen. Oftmals legt der Hersteller dem Gehäuse nur einen Lüfter bei, der meistens nicht zu den leisesten gehört. Hier lohnt häufig der separate Kauf von günstigen Lüftern und das eigenhändige Nachrüsten. Empfehlen können wir hier vor allem den Arctic F12 PWM 120 Millimeter, den es bereits für etwa fünf Euro gibt. Zwei Lüfter sind in einem Gaming-Gehäuse immer sinnvoll, gerade im Hinblick auf heiße Sommertage.

Wer seinen PC zudem öfter hin und her transportiert oder regelmäßig Komponenten tauscht, sollte auf eine ordentliche Verarbeitung, ausreichende Materialstärke und komfortable, schraubenlose Montagemöglichkeiten achten.

Preis-Tipp: Sharkoon VS4

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Das Sharkoon VS4 ist mit einem Preis ab circa 35 Euro eines unter vielen Angeboten im extrem günstigen Segment, bietet dafür aber einen hohen Gegenwert. Das Sharkoon VS4 gibt es in drei Varianten: Einmal mit USB 2.0 für 30 Euro (VS4-S), mit USB 3.0 für 35 Euro (VS4-V) und schließlich als USB 3.0-Variante mit zusätzlichem beleuchteten 120 Millimeter-Lüfter und Sichtfenster ab circa 40 Euro (VS4-W).

Alle Varianten bieten einen relativ stabilen Korpus aus Stahl und ausreichend Platz für Grafikkarten (bis zu 310 Millimeter bzw. 385 Millimeter Länge ohne Festplattenkäfig). Des Weiteren passen bis zu vier SSDs (2,5 Zoll), drei HDDs (3,5 Zoll) und drei 5,25 Zoll Laufwerke in das VS4. Selbst Komfortoptionen wie eine kabellose Montage der Laufwerke, eine große Öffnung im Mainboard-Tray zur einfacheren Kühlermontage und Kabeldurchführungen zur Eindämmung des Kabelgewusels hat Sharkoon beim VS4 implementiert.

Spürbare Abstriche müssen Sie dagegen bei den Kühlmöglichkeiten und der Lautstärke eingehen. Der in der Front montierte 120 Millimeter Lüfter könnte beim VS4-S und VS4-V für manche Gaming-Hardware und an heißen Sommertagen zu schwachbrüstig sein, auch an der Lautstärke des Lüfters und der Entkoppelung der Festplatten merkt man dem Sharkoon VS4 den günstigen Preispunkt an. Das VS4-W bietet mit zwei Lüftern zwar bessere Kühleigenschaften, aber auch hier sollten geräuschempfindliche Nutzer nachträglich andere Lüfter einbauen. CPU-Kühler finden bis zu einer Höhe von 160 Millimeter Platz, nur sehr große Oberklasse-Kühler sind noch höher.

Wer sich hingegen mit diesen Kompromissen abfinden kann oder im Nachhinein für mehr (und bessere) Lüfter sorgt, findet mit dem Sharkoon VS4 einen wirklich günstigen und soliden Aufbewahrungsort für seine Hardware.

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Preis-Leistungs-Tipp: Fractal Design Core 2300

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Fractal Design ist bei Spielern einerseits wegen seiner schlichten, aber funktionalen Gehäuse sehr beliebt, andererseits stimmt meist auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Das Core 2300 bildet da keine Ausnahme. Die Front ist in der Optik von gebürsteten Aluminium gestaltet und bietet einen USB 3.0, einen USB 2.0 und zwei Audio-Anschlüsse. Außerdem können hier bis zu zwei 5,25-Zoll-Laufwerke installiert werden (auch wenn die heutzutage immer weniger eine Rolle spielen).

Das Netzteil wird wie mittlerweile üblich am Boden des Gehäuses eingebaut. An der Rückseite und in der Front befindet sich jeweils ein vorinstallierter 120 Millimeter-Lüfter, insgesamt können bis zu sieben Lüfter eingebaut werden. Auch für Radiatoren von Wasserkühlungen ist Platz vorhanden (240/280 Millimeter in der Front, 240 Millimeter an der Oberseite).

Die Halterung des Mainboards bietet besonders großzügige und viele Öffnungen. Einerseits, um den CPU-Kühler (maximale Höhe: 162 Milllimeter) leicht austauschen zu können, andererseits für ein besseres Kabelmangement. Die maximale Länge für Grafikkarten liegt bei stolzen 380 Milllimetern, allerdings nur, wenn nicht alle Slots für 3,5-Zoll-Festplatten genutzt werden. In dieser Preisklasse ebenfalls nicht selbstverständlich: leicht entnehmbare Staubfilter.

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Leistungs-Tipp: BitFenix Shinobi

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Unser Leistungs-Tipp im Preisbereich bis 60 Euro ist ein alter Bekannter: Das Bitfenix Shinobi befindet sich bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, hat aber kaum an Reiz verloren. Besonders seine matt gummierte Oberfläche verleiht dem Gehäuse ein wertiges und fingerabdruckfreies Äußeres – ein nicht zu unterschätzender Vorteil im alltäglichen Gebrauch. Auf der Oberseite des Gehäuses finden sich zudem jeweils zwei USB-3.0-Ports und USB-2.0-Ports sowie zwei 3,5-Millimeter-Klinken zum Anschluss eines Headsets.

Das Innere des Shinobi überzeugt ebenso: Sämtliche Komponenten finden ausreichend Platz, selbst große Grafikkarten (bis zu 325 Millimeter) und wuchtige CPU-Kühler (bis zu 165 Millimeter). Kabel verlegen Sie ordentlich durch die dafür vorgesehenen Kanäle. Neben drei Einschüben für optische Laufwerke bietet das Bitfenix Shinobi ganze acht Einbaumöglichkeiten für 3,5-Zoll-Laufwerke, aber keinen dedizierten 2-5-Zoll-Parkplatz für SSDs. Der schnelle Flash-Speicher muss mittels Adapterrahmen in den 3,5 Zoll Schächten verbaut werden. Ein 120-Millimeter-Lüfter liegt dem Gehäuse bereits bei, zudem bleibt noch Platz für fünf weitere. Im Bitfenix Shinobi montieren Sie alle Komponenten werkzeugfrei.

Aktuell lässt sich das Shinobi in seiner Standard-Ausführung für etwa 60 Euro erwerben. Darüber hinaus gibt es das Gehäuse in etlichen Versionen und Farbvarianten, beispielsweise mit Sichtfenster, mit Schalldämmung oder in XL-Größe.

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