E-Books im Selbstverlag - Amazon & Co durchkämmen ihr Angebot nach illegalen Porno-E-Books

Bei mehreren E-Book-Händlern können Autoren E-Books selbst veröffentlichen, halten sich dabei allerdings nicht immer an die Regeln der Anbieter und verstoßen sogar gegen Gesetze.

von Georg Wieselsberger,
16.10.2013 12:49 Uhr

Amazon und andere E-Book-Händler durchsuchen ihr Angebot nun nach unerwünschten, von den Autoren selbst veröffentlichten Titeln.Amazon und andere E-Book-Händler durchsuchen ihr Angebot nun nach unerwünschten, von den Autoren selbst veröffentlichten Titeln.

In Großbritannien sind die großen Anbieter Amazon, WH Smith, Barnes & Noble und andere, kleinere Unternehmen gerade dabei, ihr Angebot an von Autoren selbst veröffentlichten E-Books auszusortieren. Bei den Anbietern wurden mehrere pornografische E-Books mit Themen wie Inzest, Vergewaltigung oder Sex mit Tieren gefunden, die nicht nur gegen die Regeln der Händler verstoßen, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten.

Bislang sehen die Behörden in Großbritannien aber laut BBC aufgrund fehlender Beschwerden aus der Bevölkerung von diesem Schritt ab. Kobo, der Anbieter von E-Books bei WH Smith, hat sogar seine gesamte Webseite offline genommen, bis das eigene Angebot solche unerwünschten Bücher ausfiltern kann.

Man wolle das Modell des Selbstverlags nicht durch den Vorfall beschädigen lassen, immerhin handle es sich nur um sehr wenige Autoren, die sich nicht an die Regeln gehalten hätten, so eine Sprecherin von Kobo gegenüber der BBC.


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