Facebook - Animierte »Reactions«-Emojis, aber kein Dislike-Button

Bei Facebook wird es auch weiterhin keinen echten Dislike-Button geben. Stattdessen testet das soziale Netzwerk nun sechs sogenannte »Reactions« - animierte Emojis.

von Georg Wieselsberger,
09.10.2015 10:55 Uhr

Die Facebook Reactions werden aktuell in Irland und Spanien getestet.Die Facebook Reactions werden aktuell in Irland und Spanien getestet.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte vor einigen Wochen darüber gesprochen, dass das soziale Netzwerk eine Lösung für den Wunsch nach einem Dislike-Button gefunden habe. Wichtig war Zuckerberg, dass damit nicht einfach nur Negativität ausgedrückt werden kann. Nun hat Facebook vorerst in Irland und Spanien damit begonnen, die neuen Möglichkeiten zur Reaktion auf Beiträge zu testen. Es handelt sich dabei um insgesamt sechs animierte Emojis, die unter dem passenden Begriff »Reactions« zusammengefasst werden.

Nach wie vor ist es möglich, einfach nur den »Gefällt mir«-Button zu drücken, doch bleibt der Mauszeiger oder der Finger einige Zeit auf dieser Schaltfläche, so werden die neuen Emojis eingeblendet. Sie stehen für Liebe, Lachen, Glück, Überraschung, Traurigkeit und Wut. Damit soll das Problem gelöst werden, dass bei bestimmten Beiträgen, die beispielsweise ein trauriges Ereignis beschreiben, ein »Gefällt mir« deplatziert wirkt. Stattdessen kann nun Mitgefühl ausgedrückt werden. Auch für Unternehmen, die bei Facebook aktiv sind, sollen die neuen Möglichkeiten Vorteile bringen, da klarer werden könne, wie die Nutzer auf bestimmte Beiträge reagieren.

Der eigentliche Wunsch vieler Facebook-Nutzer, einen Beitrag einfach per Dislike negativ zu bewerten, bleibt also weiterhin unerfüllt. Der Grund dafür dürfte sein, dass Facebook den Missbrauch einer solchen Funktion verhindern und Nutzer vor Online-Mobbing schützen will. Mark Zuckerberg erklärt auf seiner Facebook-Seite die neuen »Reactions«, stößt dabei aber auch auf viel Kritik von den Nutzern, die noch immer einen Dislike-Button für Facebook fordern. Den dürfte es nun aber wohl definitiv niemals geben.

Quelle: Mark Zuckerberg, Newsroom

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