Facebook wird mehr löschen - »Gemeinsam gegen den Hass«

Das soziale Netzwerk hat angekündigt, dass mehr Hasskommentare gelöscht werden sollen als bisher und auch die Richtlinien entsprechend »verbessert« wurden.

von Georg Wieselsberger,
26.11.2015 12:13 Uhr

Facebook will nun härter gegen Hassbotschaften vorgehen und mehr löschen.Facebook will nun härter gegen Hassbotschaften vorgehen und mehr löschen.

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Facebook steht seit vielen Monaten in der Kritik, da das soziale Netzwerk zwar Beiträge löscht, die ein Foto mit einem Nippel enthalten, aber Posts die zur Gewalt gegen andere aufrufen oder diese verleumden, selbst nach Beschwerden weiter online bleiben. Hier verwies das soziale Netzwerk stets nur auf seine »Richtlinien« und die »Gemeinschaftsstandards«. Aus diesem Grund ermittelt nach mehreren Anzeigen sogar die Staatanwaltschaft Hamburg gegen die Geschäftsführer der Facebook Germany GmbH und den Nordeuropa-Chef des Unternehmens.

Nun hat Facebook aber einen Kurswechsel hinsichtlich der Entfernung von Hassbotschaften angekündigt. Der Brite Richard Allan, Politikdirektor Europa von Facebook, schreibt in einem Beitrag, dass Facebook schon jetzt in seinen Gemeinschaftsstandards »Hassrede, Terrorismus, bestimmte Gewaltandrohungen und Mobbing« verbiete und rechtswidrige Inhalte entferne. »In Deutschland haben wir mit Organisationen, Regierungsvertretern und lokalen Akteuren gesprochen, um mehr über die Herausforderungen zu erfahren, die die europäische Flüchtlingskrise mit sich bringt. Zusätzlich haben wir unsere Zusammenarbeit mit angesehenen deutschen Organisationen wie der FSM und Jugendschutz.net weiter ausgebaut«, so Allan.

Es sei für das Team schwer gewesen, zu erkennen, ob es sich bei manchen Aussagen um eine direkte Bedrohung, einen Witz oder eine Meinungsäußerung handle. Nach den Gesprächen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) werden Posts, die Androhungen physischer Gewalt enthalten, »künftig als glaubhafte Drohungen eingeschätzt und von Facebook entfernt. Dies ist keine Veränderung unserer Gemeinschaftsstandards, sondern eine Verbesserung der Art und Weise, wie wir sie für Deutschland umsetzen. Diese verbesserten Richtlinien werden in den nächsten Tagen eingeführt.« Facebook sei kein Ort für Hass. »Wir dulden ihn nicht. Und die Menschen auf Facebook ebenso nicht.«

Quelle: Facebook


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