Firefox 40 - Werbekacheln, sichere Erweiterungen und Cortana ohne Bing

Mozilla hat Firefox 40 veröffentlicht, in dem zunächst für die USA die umstrittenen Werbekacheln eingeführt werden. Cortana funktioniert mit Firefox auch ohne Bing.

von Georg Wieselsberger,
12.08.2015 14:15 Uhr

Firefox wird bald keine unsignierten Erweiterungen mehr erlauben.Firefox wird bald keine unsignierten Erweiterungen mehr erlauben.

Der neue Firefox 40 enthält die von Mozilla angekündigten Werbekacheln auf der Neuer-Tab-Seite, die allerdings vorerst nur angezeigt werden, wenn der Browser in den USA verwendet wird oder auf US-Englisch eingestellt ist. Die Werbung lässt sich allerdings einfach deaktivieren. Die Kacheln sollen Werbeeinnahmen für Mozilla erbringen, sind aber auch als Hinweise auf andere Projekte und Organisationen gedacht.

Firefox 40 unterstützt auch Windows 10 samt der Sprachassistentin Cortana und bietet dabei ein spezielles Feature. Statt wie üblich Bing als Suchmaschine zu nutzen, verwendet Cortana nun die Suchmaschine, die in Firefox eingestellt ist, solang dieser als Standard-Browser registriert ist. Firefox ist damit der erste Browser, der diese Funktion ohne zusätzliche Erweiterung bietet. Auch die Oberfläche von Firefox wurde etwas an das Design von Windows 10 angepasst.

Eine größere Veränderung ist der Sicherheitscheck für Erweiterungen, der aktuell nur davor warnt, wenn eine nicht signierte Erweiterung installiert werden soll. Ab der nächsten Version des Browsers soll dann die Installation solcher Erweiterungen verweigert werden, wenn der Nutzer dies nicht vorher explizit in den Einstellungen ändert. Ab Firefox 42 wird es aber auch diese Einstellung nicht mehr geben, so dass die Installation von unsignierten Erweiterungen dann nicht mehr möglich ist.

Diese Entscheidung von Mozilla hat bereits bei der Ankündigung im Februar 2015 für viel Kritik gesorgt. Manche Nutzer verwenden beispielsweise Erweiterungen, die vom Entwickler schon lange nicht mehr unterstützt werden und damit auch nie eine digitale Signatur erhalten dürften. Kritiker fordern daher, dem Nutzer auch in Zukunft die Wahl zu lassen, welche Erweiterungen erlaubt sind und welche nicht. Mozilla hat die Entscheidung bislang aber nicht geändert.


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