Forza Motorsport 7 PC-Demo - Gute Grafik, problematischer Start

Die Demo zu Forza Motorsport 7 hinterlässt bei Spielern einen gemischten Eindruck. Wir haben uns die Demo angesehen und schildern unsere Eindrücke zu den Problemen und der Performance.

von Christoph Liedtke,
22.09.2017 16:32 Uhr

Forza Motorsport 7 - Die Demo auf PC und Xbox One im Grafikvergleich 3:27 Forza Motorsport 7 - Die Demo auf PC und Xbox One im Grafikvergleich

Die PC-Demo zu Forza Motorsport 7 spaltet die Spielergemeinschaft: Mit einer Bewertung von derzeit 3,7 von 5 Sternen und 267 Bewertungen im Windows Store schlägt sich die Probeversion zwar durchschnittlich recht gut, besonders auffällig hierbei sind aber die vielen 1-Stern-Bewertungen von verärgerten Nutzern, die über technische Probleme klagen. Wir haben uns die Demo näher angeschaut und klären, woran es noch hapert – und was schon jetzt gut funktioniert.

Offizielle Systemanforderungen

Minimale Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem

Windows 10 Version 15063, »Creators Update«

Prozessor

Intel Core i5 750 oder AMD FX 6300

Arbeitsspeicher

8,0 GByte

Grafikkarte

Nvidia Geforce GTX 650 oder AMD Radeon R7 250X mit je 2,0 GByte VRAM

Speicherplatz

23 GByte (gilt nur für die Demo)

DirectX

12

Empfohlene Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem

Windows 10 Version 15063, »Creators Update«

Prozessor

Intel Core i5 4460 oder AMD FX 8350

Arbeitsspeicher

8,0 GByte

Grafikkarte

Nvidia Geforce GTX 670 oder AMD Radeon RX 550 mit je 4,0 GByte VRAM

Speicherplatz

23 GByte (gilt nur für die Demo)

DirectX

12

Startprobleme

Auf das erste Problem können interessierte Rennfahrer bereits vor der Installation stoßen: Ohne Windows 10 mitsamt dem im April 2017 veröffentlichtem Creators Update lässt sich die 23,0 GByte große Demo von Forza 7 gar nicht erst herunterladen.

Auch ein aktueller Treiber sollte installiert sein. Mit Nvidia-Treibern vor Juni 2017 kann es zu grafischen Problemen kommen, bei AMD sind davon vor allem ältere Grafikkarten betroffen. In beiden Fällen wird die jeweils aktuellste Version, 385.69 bei Nvidia und 17.9.2 bei AMD, empfohlen. Das ist der FAQ mit bekannten Problemen der Demo aus dem offiziellen Forza-Forum zu entnehmen.

Ist diese Hürde überwunden und die Demo installiert, wird zum Start wie vom Windows Store gewohnt zwingend ein Xbox Profil verlangt. Die Meldung hierzu kann zwar verneint werden, ein Start ist dann aber unmöglich. Uns überraschte außerdem ein Absturz während des ersten Starts, der mit Overlay-Tools wie MSI Afterburner und RTSS zusammenhängt. Nach ihrem Abschalten kommen wir endlich ins Menü.

Eine detaillierte Performance-Anzeige ist übrigens trotz der Probleme mit den Tools möglich. Dafür wird die aktuelle Version 4.4.0 Beta 12 von MSI Afterburner mitsamt RTSS in Version 7 notwendig. Um Abstürze während des Spielstarts vorzubeugen, empfiehlt es sich, das OSD erst im Menü von Forza zu aktivieren.

Neben diesen Schwierigkeiten beschweren sich Nutzer außerdem über eine unzureichende Unterstützung des 21:9-Formats, das nur in Spielszenen greift, nicht aber im Menü. Besitzer von Lenkrädern monieren entweder nicht erkannte Geräte oder Fehlverhalten und nicht korrekt arbeitendes Force Feedback während des Spielens. Auch soll die Bildrate häufig stark einbrechen, selbst mit schneller Hardware.

Erster Technikeindruck

Unsere eigenen Performance-Eindrücke fallen ebenfalls gemischt aus, wobei wir auch auf kuriose Probleme gestoßen sind. Verwenden wir beispielsweise eine GTX 1060 statt einer GTX 1080 für das Spielen in 4K/UHD, müssen wir eine über siebenminütige (!) Wartezeit vor dem Start eines Rennens in Kauf nehmen. Die Framerate-Einbrüche im Spiel selbst sind in Anbetracht der hohen Auflösung und Detailstufe eher weniger überraschend, gleiches gilt für die zu spät nachladenden Texturen.

Ladebildschirm Unterschreiten wir die Hardwareanforderungen müssen wir beispielsweise über 7 Minuten warten bis das Rennen mit einer GTX 1060 in 4K/UHD-Auflösung startet.

Nachladende Texturen Nicht nur die Bildrate mit einer GTX 1060 in 4K/UHD-Auflösung ist zu niedrig, auch zu spät nachladende Texturen erschweren uns den Kampf um den vorletzten Platz.

Optisch kann Forza 7 dabei zwar mit schicken Wettereffekten, detailreichen Fahrzeugen und hochaufgelösten Texturen überzeugen, aber auch außerhalb der Rennen sind wir teilweise auf Schwierigkeiten gestoßen. Während der Ladeanimationen und teilweise im Menü kommt es zu deutlich spürbaren Rucklern.

Um Grafikeinstellungen im Detail anpassen zu können, muss zunächst die »Dynamische Optimierung« auf »Individuell« gestellt werden, um dann im Tab »Erweitert« Zugriff auf die einzelnen Optionen zu erhalten. Presets wären hilfreich, sind aber nicht vorhanden. Dafür punktet Forza 7 aber mit einer Vielfalt an Grafikoptionen, die in bis zu vier Stufen verändert werden kann.

Das Grafikmenü: Standard Forza 7 passt die Grafik dynamisch an die Hardware an. Die »Dynamische Optimierung« kann aber auch abgewählt werden.

Erweitert 1/3 Trotz der Individuellen-Auswahl im vorigen Tab, sind sämtliche Grafikoptionen noch auf »dynamisch« eingestellt.

Erweitert 2/3 Die Optionen sind reichhaltig, Kanten werden per MSAA geglättet, die Bildrate (noch) auf 60 fps beschränkt.

Erweitert 3/3 Insgesamt stehen 17 Grafikoptionen bereit, die in bis zu vier Detailstufen verändert werden können.

Durch die Beschränkung auf 60 Bilder pro Sekunde (die im fertigen Spiel nicht mehr vorhanden sein soll) fällt ein genaueres Fazit zu der Performance anhand der Demo außerdem schwer. Mit einer Geforce GTX 1060 konnten wir jedenfalls bei maximalen Details und vierfacher MSAA-Kantenglättung in Full-HD-Auflösung mit konstanten 60 fps spielen, was generell für einen nicht zu großen Hardware-Hunger spricht (was sich ja bereits in den offiziellen Systemanforderungen andeutet).

Die Grafikkarte ist mit diesen Settings mit bis zu 65 Prozent ausgelastet, Luft nach oben ist also sogar noch gegeben. Der VRAM-Verbrauch liegt bei 4,2 GByte, unser 16,0 GByte großer Arbeitsspeicher wird dabei mit 7,7 GByte belegt.

Mit den gleichen Einstellungen und 4K/UHD-Auflösung zeigt sich eine Geforce GTX 1080 Ti immer noch deutlich unterfordert, sie wird nur zu rund 70 Prozent ausgelastet. Der Videospeicher ist mit 5,4 GByte Texturen gefüllt, der Bedarf an Arbeitsspeicher steigt auf 8,9 GByte an.

Problematische Kernauslastung

Wie schon bei unserem Technik-Check zu Forza Horizon 3 ist die Kernauslastung des Prozessors allerdings alles andere als optimal. Erneut wird ein Kern besonders sehr stark und überwiegend zu 100 Prozent ausgelastet, währenddessen andere CPU-Threads nur im einstelligen Prozentbereich ausgelastet werden.

Zumindest mit Blick auf die Demo gibt es also unserer Erfahrung nach noch einige Baustellen in Forza 7. Dabei ist vor allem mit Blick auf die Probleme, die man bereits aus Forza Horizon 3 kennt unverständlich, dass sie so kurz vor dem Release noch in der Demo zu Forza 7 auftreten. Viel Zeit für Optimierung bleibt jedenfalls nicht mehr, da das Spiel bereits am 03. Oktober erscheint.

Mit einem Technik-Test inklusive Benchmarks können Sie kurz nach Veröffentlichung von Forza Motorsport 7 rechnen. Die in der Demo beschränkte Bildrate von 60 fps wird in der Vollversion entfallen. Das löst eines unserer zwei Probleme, denn weder Fraps noch Ocat sind derzeit in der Lage die Bildratenverläufe zu protokollieren.

Auslastung: Prozessor Mehrkernoptimierung sieht anders aus: Meist wird nur ein Kern komplett ausgelastet, die weiteren Kerne und Threads fallen stark ab.

Grafikkarte und Arbeitspeicher In Full-HD-Auflösung wird eine GTX 1060 zu 65 Prozent ausgelastet. Forza 7 genehmigt sich dabei 4,2 GByte VRAM und 7,7 GByte Arbeitsspeicher.


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