Gefährliche Suche nach Informationen über Conficker - Suchergebnisse führen auf infizierte Seiten

Sich über Conficker zu informieren, kann gefährlich sein.

von Georg Wieselsberger,
27.03.2009 12:10 Uhr

Die Programmierer der aktuellen Conficker-Version, die am 1. April losschlagen soll, haben anscheinend an fast alles gedacht. Nicht nur, dass Conficker.C sich in einem Windows-System in mehreren Orten schwer auffindbar und noch schwerer entfernbar einnistet und dabei nahezu alle Schutzmaßnahmen deaktiviert, auch in Sachen Verbreitung setzen die Ersteller auf eine perfide Methode. Aufgrund der vielen Warnungen in den Medien wollen sich viele PC-Nutzer verständlicherweise genauer informieren und suchen daher im Internet nach entsprechenden Seiten.

Hier setzen die Schadsoftware-Verbreiter an, denn wie Symantec nun bekannt gab, sind viele der Webseiten, die in Suchmaschinen bei der Eingabe "Conficker" gefunden werden, einzig und allein aus dem Grund online, weitere PCs zu infizieren. Die Seiten sind speziell präpariert, um Browser-Lücken auszunutzen und den Wurm zu installieren. Damit kann das Interesse, seinen PC besser zu schützen, genau ins Gegenteil umschlagen.

Der Fehler in Windows, den Conficker ausnutzt, wurde jedoch schon im Oktober 2008 von Microsoft behoben. Für Systeme, die auf dem neuesten Stand sind, stellt Conficker also keine Gefahr dar, darum sollte der erste logische Schritt zur Absicherung seines Rechners der Download der aktuellen Windows -Updates sein.
Was der neue Conficker.C-Wurm am 1. April vorhat, ist weiterhin unbekannt. Sicher ist nur, dass er in der Lage ist, pro Tag 50.000 neue Webadressen zu erstellen und mit diesen Kontakt aufzunehmen, um weitere Anweisungen einzuholen. Durch die hohe Anzahl der möglichen Seiten ist eine Blockade, wie sie bei älteren Varianten mit nur 500 Adressen pro Tag gelungen war, kaum möglich.

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