Google - Flut an fehlerhaften Löschanträgen durch Rechteinhaber

Alleine im Jahr 2012 musste Google 51,4 Millionen Löschanfragen durch Rechteinhaber bearbeiten und es dürften 2013 noch deutlich mehr werden. Die Fehlerquote bei den Anfragen ist beachtlich.

von Georg Wieselsberger,
22.03.2013 12:37 Uhr

Jeder Monat bringt inzwischen einen neuen Rekord bei der Anzahl der Löschanfragen durch Rechteinhaber, die bestimmte Webseiten aus der Websuche bei Google entfernt haben müssen. Laut Torrentfreak wurde in der Woche ab dem 11. Februar 2013 ein Rekord mit 3.790.409 Anfragen aufgestellt, der jedoch schon einen Monat später in der Woche ab dem 11. März mit 4.043.382 Löschanfragen wieder gebrochen wurde.

Google hat nun allerdings damit begonnen, mehr Informationen dazu zu veröffentlichen und stellt damit teilweise auch die oft unsinnigen Anträge bloß. So forderte beispielsweise eine Organisation im Auftrag der britischen BBC dazu auf, Links zu einer TV-Show zu löschen – unter anderem auch die dazugehörige Programmwebseite der BBC selbst. Andere Anfragen aus dem Musikbereich fordern nicht nur dazu auf, illegale Angebote zu löschen, sondern auch Links auf offizielle Angebote bei iTunes, Amazon, Spotify oder auch Informationen über Bands auf Wikipedia oder Besprechungen neuer Alben auf großen Webseiten.

In einem Fall waren 98 Prozent der Löschanfragen der Organisation Audiolock falsch. Würde Google die Anträge nicht sorgfältig bearbeiten, sondern einfach löschen, so Torrentfreak, würde vielen Bands durch die fehlerhaften Anfragen der Rechteinhaber enormer Schaden entstehen.


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