Google - Rechteinhaber wollen Links auf ihre Löschanträge löschen lassen

Mehrere Rechteinhaber, darunter Filmstudios wie 20th Century Fox, haben bei Google Löschanträge gestellt, die zum Ziel haben, ihre anderen Löschanträge zu löschen. Klingt verwirrend, ist aber so.

von Georg Wieselsberger,
06.04.2013 17:25 Uhr

Google veröffentlicht in seinem Transparenzbericht unter anderem auch die Löschanfragen von Rechteinhabern, mit denen diese bestimmte Webadressen aus dem Suchindex der Websuche von Google entfernen lassen wollen. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Löschanfragen selbst die Links enthalten müssen, die zu den vermeintlich illegalen Inhalten führen.

Die Veröffentlichung der Anfragen wird nun von den Rechteinhabern selbst als Verlinkung auf diese illegalen Inhalte gesehen. Daher wurde Google mit neuen Löschanträgen aufgefordert, die Löschanfragen der Rechteinhaber zu löschen. Laut Torrentfreak entsteht bei Google durch diese Löschanfragen eine Datenbank, die mehr als 100 Millionen Links zu illegalen Kopien enthält und nur darauf wartet, von einem talentierten Programmierer selbst als Suchmaschine für illegale Kopien genutzt zu werden.

Zusätzlich erhält Google nun rund 20 Millionen neuer Links pro Monat, die laut Rechteinhabern gelöscht werden sollen – darunter inzwischen auch »Links auf Links auf Links«. Wie lange es dauert, bis Google auf diese Weise das gesamte Internet löschen soll, ist noch unklar.


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