Google Glass - Verkauf wird eingestellt, Entwicklung soll weitergehen (Update)

Google wird das aktuelle Beta- beziehungsweise Explorer-Programm beenden und den Verkauf von Google Glass einstellen.

von Georg Wieselsberger,
06.02.2015 14:41 Uhr

Google Glass wird ab 19. Januar 2015 nicht mehr als Explorer-Version verkauft.Google Glass wird ab 19. Januar 2015 nicht mehr als Explorer-Version verkauft.

Update: Laut einem ausführlichen Artikel der New York Times, der die Geschichte von Google Glass beleuchtet, wird die Datenbrille nun wohl von Grund auf neu entworfen. Die Quelle seien »mehrere Personen«, die die Pläne des neuen Projektleiters Tony Fadell kennen würden., Demnach soll das neue Google Glass auch nicht mehr öffentlich getestet werden.

Fadell konzentriere sich ganz auf ein Produkt und werde nichts veröffentlichen, solange es nicht »perfekt« sei. Für einen Fehlschlag hält man die erste Version von Glass bei Google aber nicht, da die Datenbrille erstmals tragbare Technik ins Gespräch gebracht habe. Google Glass wäre damit ein Platz in der Geschichte sicher.

Originalmeldung: Am 19. Januar 2015 wird Google offiziell den Verkauf der Datenbrille Google Glass einstellen, die das Unternehmen seit langem als Explorer-Version für 1.500 US anbot. Diese Explorer-Version entsprach noch nicht dem, was sich Google als finales Produkt vorstellt. Laut Wall Street Journal wird der Verkauf nun auch eingestellt, weil Google Glass nun in die Verantwortung einer neuen Abteilung übergeht, die aus der Datenbrille ein kommerzielles Produkt machen soll. Bisher wurde Google Glass unterhalb von Google X geführt, der experimentellen Abteilung, aus der nicht immer Dinge hervorgehen, die es bis zur Marktreife schaffen.

Bei der Datenbrille will Google diesen Schritt aber nun gehen, allerdings nicht mehr unter den Augen der Öffentlichkeit mit unfertigen Produkten. Ziel ist es, den Preis der Datenbrille zu senken und gleichzeitig Bild, Ton und Akkulaufzeit zu verbessern. Das bisherigen Modell war beispielsweise nur in der Lage, 20 Minuten Video aufzuzeichnen, obwohl Aufnahmen aus der eigenen Perspektive zu jeder Zeit eigentlich eine der interessantesten Funktionen von Google Glass sein sollte. Zu den Verantwortlichen der neuen Abteilung gehören Tony Fadell, der früher bei Apple auch den iPod mitentwickelt und das von Google übernommene Unternehmen Nest Labs gegründet hatte. Leiter bleibt der bisherige Projekt-Chef Ivy Ross.

Google steht bei der Datenbrille aber auch weiterhin vor dem grundsätzlichen Problem, dass viele Nicht-Nutzer die Verwendung eines solchen Gerätes in der Öffentlichkeit als Eindringen in ihre Privatsphäre sehen. In den USA gab es aus diesem Grund unzählige Verbote in Bars, Restaurants oder auch Kinos. Inzwischen haben auch mehrere Entwickler ihre Unterstützung durch Apps für Google Glass eingestellt, da nicht absehbar ist, wann und ob die Datenbrille wirklich jemals fertiggestellt und verkauft wird.

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