Google - Zusammenlegung aller Nutzerdaten widerspricht EU-Recht

Dem Internetkonzern Google droht wegen seiner im März geänderten Datenschutzregeln erneut Ärger in der Europäischen Union, der weltweite Auswirkungen haben könnte.

von Georg Wieselsberger,
16.10.2012 10:58 Uhr

Google hatte im März seine Datenschutz-Regelungen in der EU geändert, ohne den Nutzern die Möglichkeit zu geben, diesen Änderungen zu widersprechen. Warnungen durch die EU-Kommission im Vorfeld der Änderungen hatte Google ignoriert.

Wie The Guardian meldet, hatte dies nun einen Beschluss der Datenschutzbeauftragten der EU zur Folge, der Google dazu auffordern wird, die neuen Regelungen rückgängig zu machen und die Handhabung der Nutzerdaten auf den Stand vor den Änderungen zurückzusetzen. Damit würde Google gezwungen, die Daten seiner verschiedenen Dienste wieder zu trennen und nicht mehr, wie in den neuen Regelungen festgelegt, in einem Datenpool zusammenzuführen.

Während manche Datenschützer hoffen, dass dies auch auf andere Länder Auswirkungen haben wird, die dann ebenfalls ähnliche Beschlüsse gegenüber Google fassen könnten, sehen andere gar keine Möglichkeit, die Daten wieder zu trennen. Das sei im Grunde so, als wolle man »ein Rührei wieder trennen«. Google selbst ist nach wie vor der Ansicht, auch die neuen Regeln würden den Datenschutzgesetzen in der EU entsprechen.


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