Googles Pac-Man - Unerwünschte Nebenwirkungen

Das spielbare Pac-Man-Doodle, das Google zum 30. Geburtstag des Spiels veröffentlichte, hat diverse Nebenwirkungen.

von Georg Wieselsberger,
25.05.2010 15:30 Uhr

Der Kundensupport von Mozilla musste eine große Anzahl Anfragen von Firefox-Nutzern beantworten, da das Pac-Man-Spiel von Google in der ersten Version den Sound auch dann abspielte, wenn sich die Webseite im Hintergrund befand oder durch ein Add-On zwar aufgerufen, aber nicht direkt angezeigt wurde. Nachdem in der Mozilla-Datenbank zu den seltsamen Geräuschen zunächst nichts zu finden war, wurde das Forum der nächste Anlaufpunkt.

Die Anzahl der Beiträge wuchs derart an, dass der Datenbank-Server nicht mehr genug Verbindungen zur Verfügung stellen konnte und die Backups der Datenbank sich um über eine Stunde verzögerten – und damit der inzwischen eingestellte Artikel, der Kunden das Problem erklären sollte, praktisch nicht aufzurufen war. Die historische Fußnote: Mozilla sieht sich augenzwinkernd als Opfer eines Distributed.Denial-of-Service-Angriffs (DDoS) auf seine Server - durch Pac-Man.

Aber das Gratis-Spiel von Google war nicht gefährlich, sondern auch teuer. Laut den Daten von RescueTime haben Angestellte weltweit 36 Sekunden mehr auf der Google-Webseite verbracht als sonst. Bei 504 Millionen Besuchern ergeben sich so 4,8 Millionen Stunden, die bei durchschnittlichen Arbeitgeberkosten von 25 US-Dollar je Stunde einen rechnerischen Schaden von 120 Millionen für die Weltwirtschaft bedeuten.

Auch RescueTime nimmt diese Zahlen nicht wirklich ernst, weist aber darauf hin, dass man damit die kompletten Personalkosten der 19.835 Angestellten von Google, Management eingeschlossen, für sechs Wochen übernehmen könnte. Die Summe würde aber auch für die Entwicklung eines aktuellen Spielehits locker ausreichen.


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