Intel - Ende des Gigahertz-Wahns

von Rene Heuser,
01.03.2005 10:08 Uhr

Im Vorfeld des Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco gab Intel offiziell bekannt: Die Erhöhung des CPU-Taktes wird künftig bei der Prozessorentwicklung eine wesentlich kleinere Rolle spielen als gewohnt. Dies schreibt unser Schwestermagazin PC-Welt auf ihrer Webseite.

Statt der Taktraten sollen nun clevere Technologien im Vordergrund stehen: Das seit 2002 in Pentium-4-CPUs vorhandene Hyperthreading wird ab Mitte 2005 durch Dual-Core-Prozessoren flankiert. Die aktuellen CPUs der 6xx-Reihe unterstützen die 64-Bit-Erweiterungen (EM64T) und ebenfalls 2005 kommende CPUs beherrschen mit Vanderpool eine Technologie, die das gleichzeitige Ausführen von mehreren Betriebssystemen auf einer CPU erheblich beschleunigt.

Bisher lautete Intels Devise völlig anders: Erklärtes Ziel des Chipgiganten war es, die Taktraten hoch zu jubeln. So ist etwa die komplette Architektur der Pentium-4-Prozessoren genau daraufhin optimiert. Die durch hohe Taktraten bedingte starke Wärmeentwicklung der Prozessoren scheint Intel zum Umdenken gezwungen zu haben - erst kürzlich musste Intel den geplanten 4-GHz-Pentium-4-Prozessor absagen.


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