Internet - Britischer Internet-Troll muss 18 Wochen hinter Gitter

Ein 25 Jahre alter Brite, der sich im Internet über verstorbene Jugendliche auf vermeintlich »lustige« Weise geäußert hat, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.

von Georg Wieselsberger,
15.09.2011 13:33 Uhr

Der Brite hatte beispielsweise den Selbstmord eines 15 Jahre alten Mädchens, das sich vor einem Zug geworfen hatte, auf einer Gedenkseite mit »I fell asleep on the track lolz« kommentiert und sogar ein YouTube-Video veröffentlicht, bei dem er das Gesicht des Mädchens auf eine Lokomotive aufgebracht hatte. Auch über andere Opfer erstellte der Mann YouTube-Videos.

In einem anderen Fall erstellte der Mann sogar selbst eine Gruppe auf Facebook, um sich dort über den Tod eines 14-jährigen Mädchens lustig zu machen, was sogar zu einem Selbstmordversuch einer Freundin der Toten führte. In keinem Fall kannte der Brite die Opfer persönlich. Aus Sicht des Richters hat der Verurteilte den Hinterbliebenen so viel Leid zugefügt, dass dem nur mit einer Freiheitsstrafe entgegnet werden kann.

Er sprach daher in dem Fall die vorgesehene maximale Strafe von 18 Wochen Haft aus. Außerdem darf der Verurteilte in den nächsten fünf Jahren keine sozialen Webseiten wie YouTube, Twitter, Bebo, MySpace oder Facebook nutzen und muss den Zugang zu Geräten mit Internetzugriff der Polizei melden. Laut The Guardian leidet der Mann am Asperger-Syndrom, führte eine »miserable Existenz« und trank zuhause alleine Alkohol.


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