Internet-Cafe - Leiche eines World-of-Warcraft–Spielers stundenlang unbemerkt

Der Tod eines taiwanesischen Spielers nach 10 Stunden World of Warcraft in einem Internet-Cafe wurde stundenlang weder von Angestellten noch anderen Spielern bemerkt.

von Georg Wieselsberger,
05.02.2012 12:41 Uhr

Der 23 Jahre alte Mann verstarb in einem Internet-Cafe in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan, nachdem er mehrere Stunden lang World of Warcraft am Stück gespielt hatte. Bezahlt hatte der Spieler sogar für einen Zeitraum von 23 Stunden. Als regelmäßiger Kunde hatte der Mann gegen 22 Uhr seinen Platz vor einem der Rechner eingenommen.

Als er vermutlich rund zehn Stunden später starb, war sein Kopf zwar etwas nach vorne gesunken, seine Arme waren jedoch nach wie vor ausgestreckt und die Hände berührten die Tastatur. Daher nahmen ein Angestellter und wohl auch die zehn anderen anwesenden Spieler an, er sei nur kurz eingeschlafen. Erst als die 23 bezahlten Stunden vorbei waren und der Angestellte den Spieler aufwecken wollte, bemerkte er dessen schwarz verfärbtes Gesicht und den versteiften Körper.

Doch selbst die Ankunft der alarmierten Polizei, das Absperren des Bereichs und die Untersuchungen des Todesfalls hielten laut der Taipei Times die meisten der anderen Spieler nicht davon ab, sich weiterhin ihrem Rechner zu widmen. Als Todesursache nehmen die Behörden Organversagen aus Erschöpfung – durch zu langes Spielen – an.


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