Künstliche Intelligenz - Wissenschaftler warnen vor Menschen als digitale Sklaven

Mehrerer Wissenschaftler warnen erneut vor Künstlicher Intelligenz, die durch die gesammelten Daten über Menschen deren Verhalten beeinflussen könnte.

von Georg Wieselsberger,
18.11.2015 14:23 Uhr

In Filmen ist Künstliche Intelligenz schon lange sehr gefährlich.In Filmen ist Künstliche Intelligenz schon lange sehr gefährlich.

Warnungen über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz gab es in den letzten Monaten und Jahren von vielen Wissenschaftlern wie Stephen Hawking und auch Unternehmern wie Elon Musk. Nun warnt auch eine Gruppe von Wissenschaftlern in ihrem Digital-Manifest davor, dass Künstliche Intelligenz zusammen mit den vielen gesammelten Daten dazu führen könnte, dass das Verhalten von Menschen gesteuert wird. Das sei letztlich sogar eine Gefahr für Freiheit und Demokratie.

Dabei gegen die Wissenschaftler davon aus, dass sich die aktuelle Entwicklung mit immer mehr gesammelten und erzeugten Daten weiter beschleunigt, beispielsweise durch das Internet der Dinge und eventuell sogar Sensoren in der Kleidung. Gleichzeitig macht die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz enorme Fortschritte. Die Deep-Mind-Algorithmen, die bei Google entwickelt werden, waren beispielsweise schon in der Lage, 59 Atari-Spiele selbständig zu erlernen und zu gewinnen.

Sprach-, Muster- und Bilderkennung und die Steuerung von Finanz-Transaktionen gehören ohnehin schon zum Alltag. Die heutigen personalisierten Vorschläge für Produkte und Dienstleistungen zeigen laut den Forschern, dass solche Systeme heute schon wissen, »wir tun, was wir denken und wie wir uns fühlen – vielleicht sogar besser als unsere Freunde und unsere Familie, ja als wir selbst. Oft sind die unterbreiteten Vorschläge so passgenau, dass sich die resultierenden Entscheidungen wie unsere eigenen anfühlen, obwohl sie fremde Entscheidungen sind«.

Das sei schon eine Art Fernsteuerung, die in der Zukunft noch zunehmen werde. Auch in der Politik kämen solche Techniken quasi als »digitaler Zauberstab« schon zum Einsatz, um Bürger dazu zu bewegen, »das Richtige« zu tun. Solche Algorithmen ließen sich aber verändern und beeinflussen und damit eventuell sogar der Ausgang von Wahlen bestimmen, so die Forscher. Unter anderem stellen sie in ihrem Text dann auch die Frage: »Angenommen, es gäbe eine superintelligente Maschine, die quasi gottgleiches Wissen und übermenschliche Fähigkeiten hätte – würden wir dann ehrfürchtig ihren Anweisungen folgen?«

Quelle: Spektrum.de


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