Megaupload - Filehoster nur ein kleines Licht in Sachen illegaler Downloads

Ein aus Versehen veröffentlichter und schnell wieder offline genommener Report der Musikindustrie dürfte für die Verteidigung von Kim Dotcom Gold wert sein.

von Georg Wieselsberger,
29.07.2012 11:46 Uhr

Ein interner Bericht der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), der von deren Leiter der Anti-Piracy-Abteilung geschrieben wurde, wirft ein ganz anderes Licht auf die angebliche Bedeutung von Megaupload bei der Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material.

Die Statistik des Berichts über Filehoster oder Cyberlocker mit Links auf urheberrechtlich geschütztes Material im Jahr 2011 setzt Megaupload mit einem sehr kleinen Anteil auf Platz 7, zwei Plätze hinter Rapidshare und weit hinter Filesonic auf Platz 1. Wie Kim Dotcom gegenüber Ars Technica erklärte, war Megaupload aber der größte Filehoster der Welt mit einer ausgenutzten Bandbreite von 1,5 TeraBit, während Rapidshare laut seinen Aussagen nur rund 800 GigaBit nutzte.

»Wenn der größte Filehoster der Welt laut IFPI keinen bemerkenswerten Anteil an illegalen Angeboten hat, kann dies nur bedeuten, dass Megaupload sehr effektiv darin war, solche Links zu entfernen«, so Dotcom. Durchschnittlich habe es rund drei Stunden gedauert, bis einer Bitte um Entfernung eines Links entsprochen wurde und Megaupload habe mit 180 Firmen zusammengearbeitet, die selbst direkt und sofort löschen konnten. Das sei millionenfach genutzt worden.

Megaupload hatte laut IFPI nur einen kleinen Anteil an den vorhandenen illegalen Angeboten bei Filehostern.Megaupload hatte laut IFPI nur einen kleinen Anteil an den vorhandenen illegalen Angeboten bei Filehostern.


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