Megaupload - Hohe US-Regierungsbeamte waren Kunden

Die Schließung des Filehosters Megaupload hat auch viele Kunden getroffen, die den Dienst vollkommen legal genutzt hatten – darunter anscheinend auch US-Regierungsbeamte.

von Georg Wieselsberger,
14.03.2012 14:20 Uhr

Wie Torrentfreak meldet, ist zurzeit ein Team aus Anwälten damit beschäftigt, mit dem US-Justizministerium zu verhandeln und auf diese Weise zu erreichen, dass Kunden von Megaupload wieder Zugriff auf ihre legal dort gespeicherten Daten erhalten.

Viele Nutzer des Filehosters haben durch die Schließung beispielsweise Arbeitsunterlagen oder private Fotos verloren, es könnte sich dabei um Hundertausende, wenn nicht sogar Millionen legaler Dateien handeln, so Torrentfreak.

Laut Kim Schmitz alias Kim Dotcom, dem Gründer von Megaupload, versucht das Anwaltsteam seit Wochen, die Daten wieder zugänglich zu machen. Dabei habe man festgestellt, dass zu den Kunden von Megaupload auch viele US-Regierungsbeamte gehören, unter anderem auch aus dem Justizministerium und dem US-Senat. Auch diese Kunden wären aktuell von ihren Daten abgeschnitten. Eventuell könnte Megaupload vielleicht kurzzeitig wieder aktiviert werden, um Downloads legaler Daten zu ermöglichen.

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) sorgt sich ebenfalls um die harte Vorgehensweise im Präzedenzfall Megaupload, der negative Auswirkungen auf alle Filehoster und Cloud-Dienste haben dürfte und sucht nach anderen Lösungen für zukünftige, ähnliche Fälle.


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