Microsoft - Einigung im Browser-Streit (Update)

Die EU-Kommission hat neuen Vorschlägen von Microsoft zugestimmt, die die Auswahl des Standardbrowsers in Windows betreffen.

von Georg Wieselsberger,
16.12.2009 15:47 Uhr

Nach dem die alphabetische Reihenfolge war vor allem von Mozilla und Opera kritisiert worden, da man so die letzten Stellen der fünf direkt genannten Browser Apple Safari, Google Chrome, Microsoft Internet Explorer, Mozilla Firefox und Opera eingenommen hätte.

Nun wird Microsoft alle Browser einfach zufällig anordnen, um keinem Browser einen vermeintlichen, dauerhaften Vorteil zu geben. Da das Auswahlfenster im Internet Explorer angezeigt werden sollte, hatte auch das für Kritik seitens Opera gesorgt. Microsoft will daher alles entfernen, was auch nur entfernt auf den Internet Explorer als Windows-Standard hinweisen könnte.

Die EU-Kommission ist mit den neuen Vorschlägen zufrieden. Stimmen nun die Mitgliedsstaaten der EU ebenfalls zu, ist der Browserstreit beigelegt. Ob sich dadurch auf dem Browsermarkt wirklich etwas ändert, bleibt abzuwarten. Wer einen Browser nicht kennt, wird sich vermutlich auch nicht bei der Installation von Windows oder einem nachträglichen Update dafür entscheiden, doch falls dem Windows-Nutzer die Browser bekannt sind, ist das Auswahlfenster eigentlich überflüssig.

Update 16. Dezember 2009

Der Streit ist endgültig beigelegt. Wie die EU-Kommission bekanntgab, hat man das letzte Microsoft-Angebot zum Download alternativer Browser akzeptiert. Die Zugeständnisse, die Microsoft gemacht habe, seien rechtsverbindlich und damit sei das Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft eingestellt.

Laut Kommissarin Neelie Kroes würden Millionen europäischer Verbraucher von der Möglichkeit der freien Browserwahl profitieren. Dies würde auch für mehr Wettbewerb und für mehr Innovation unter den Browser-Herstellern sorgen.

Microsoft muss den Auswahlbildschirm für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 für fünf Jahre anbieten. Ausgeliefert wird er über Windows Update.

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