Mozilla - Wehrt sich gegen US-Heimatschutzministerium

Eine Firefox-Erweiterung sorgt für eine Auseinandersetzung zwischen dem Browserhersteller Mozilla und dem US-Heimatschutzministerium.

von Georg Wieselsberger,
07.05.2011 13:53 Uhr

Die Erweiterung Mafiaafire ist dem US-Heimatschutzministerium ein Dorn im Auge, da es Anfragen an gesperrte Domains erkennt und so umleitet, dass das eigentliche Angebot weiterhin nutzbar bleibt. Meistens handelt es sich dabei um Torrent-Webseiten oder um Seiten, die Fernsehübertragungen streamen.

Das Ministerium hat daher Mozilla aufgefordert, Mafiaafire von seinem Servern zu entfernen und nicht weiter anzubieten, allerdings ohne diese Forderung durch einen gerichtlichen Beschluss zu legalisieren. Daher weigert sich der Browserhersteller, die Erweiterung zu entfernen und hat im Gegenzug das Heimatschutzministerium schon am 19. April gebeten, doch darzulegen, was an Mafiaafire illegal sei und auf welcher gesetzlichen Grundlage die Forderung des Ministeriums basiert.

Bisher erfolgte keine Antwort, doch die Anzahl der Downloads von Mafiaafire ist aufgrund der bekanntgewordenen Sperrforderung inzwischen angestiegen.


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