Musikindustrie - DRM ist tot, nicht wahr?

Die Musikindustrie, die ihre Produkte jahrelang mit einem Digital Rights Management-Kopierschutz versehen hat, hat inzwischen eine 180-Grad-Drehung vollzogen. Der Pressesprecher der RIAA bezeichnetet DRM nun sogar als tot.

von Georg Wieselsberger,
20.07.2009 14:50 Uhr

Wie TorrentFreak meldet, hat der leitende Pressesprecher der Recording Industry Association of America (RIAA) auf die Frage eines Magazins nach den Standpunkt der RIAA hinsichtlich DRM (Digital Rights Management) geantwortet: "DRM ist tot, nicht wahr?" und verwies anschließend auf die vielen Angebote, die Musik ohne Einschränkungen anbieten. Noch vor zwei Jahren behauptete der Vorsitzende und CEO der RIAA, Mitch Bainwol, dass DRM sogar den Kunden nutzen würde, ohne allerdings auf die angeblichen Vorteile einzugehen.

Inzwischen hat die Musikindustrie also eine Kehrtwendung gemacht, da man vermutlich erkannt hat, dass DRM Kopien nicht verhindert und stattdessen gerade zahlende Kunden nervt – was allerdings nicht nur für Musik gilt. Wer sich eine DVD kauft, muss sich meist vorher einen nicht überspringbaren "Werbespot" ansehen, der vor illegalen Kopien warnt - die diese Nerveinlage natürlich nicht besitzen, was auch auf die Regionalcodes zutrifft. Bei Spielen hat ebenfalls ein Umdenken eingesetzt, wie Neuerscheinungen ohne Kopierschutz belegen. Noch vor Kurzem waren hier Kopierschutzmethoden im Einsatz, die sogar Rootkits installierten.

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