Nomophobie - Die Angst, kein Handy dabei zu haben, ist stark verbreitet

Nomophobie ist eine recht neue Erscheinung: die Angst, kein Handy dabei zu haben und deswegen nicht erreichbar zu sein.

von Georg Wieselsberger,
17.02.2012 15:28 Uhr

Die in Großbritannien so getaufte »No-Mobile-Phobia«, kurz Nomophobie, scheint laut einer neuen Umfrage deutlich mehr Menschen zu betreffen als bislang angenommen. Die von SecurEnvoy veranlasste Umfrage mit 1.000 Teilnehmern im Vereinigten Königreich ergab, dass 66 Prozent der Befragten tatsächlich Angst haben, nicht mobil erreichbar zu sein.

Dabei sind vor allem die 18- bis 24-jährigen mit einer Quote von 77 Prozent betroffen. Auch Frauen sind mit 70 zu 61 Prozent im Vergleich mit Männern eher besorgt, kein Handy dabei zu haben. Allerdings könnte dies laut SecurEnvoy auch daran liegen, dass Männer öfter mehr als nur ein Handy besitzen. Erstaunlich ist auch, dass Nomophobie bei den über 55 Jahre alten Befragten ebenfalls stark verbreitet war.

Bei einer ähnlichen Umfrage vor vier Jahren lag die Quote der »Nomophobiker« bei knapp über 50 Prozent. Dies zeigt laut SecurEnvoy, dass man sich heute noch mehr auf sein Mobiltelefon verlässt. Natürlich bieten heutige Smartphones auch deutlich mehr Möglichkeiten, beispielsweise die einfache Nutzung der ebenfalls immer wichtiger gewordenen sozialen Netzwerke.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage war, dass 49 Prozent es nicht mögen, wenn Nachrichten von ihrem Partner gelesen werden, aber fast die Hälfte dennoch ihr Handy nicht einmal per PIN schützt. Verschlüsselungen wie von SecurEnvoy angeboten, verwenden nur 10 Prozent.


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