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Notebook Tuning, Teil 2 - Arbeitsspeicher aufrüsten

Mit mehr Arbeitsspeicher steigern Sie die Leistung Ihres Notebooks für wenig Geld. Wir zeigen Ihnen, welchen Speicher Sie brauchen und wie Sie ihn einbauen.

von Andrea Maurer,
21.07.2011 11:14 Uhr

Als eine der wenigen Komponenten in einem Notebook lässt sich der Arbeitsspeicher aufrüsten. Der eigentliche Einbau geht dabei fast genauso einfach von der Hand wie bei einem Desktop-PC. Allerdings müssen Sie einige Eigenheiten beachten: Im Gegensatz zum Desktop-PC verwenden Notebooks so genannte SO-DIMMs, die nur etwa halb so lang sind wie die Arbeitsspeichermodule in herkömmlichen PCs. Zwischen den verschiedenen Arbeitsspeichertypen wie DDR2 und DDR3 wird aber auch bei Notebooks unterschieden. So setzen die meisten neueren Geräte auf DDR3-Speicher, während ältere Notebooks noch mit DDR2 oder gar DDR1 werkeln.

Wie beim Desktop-PC gibt es im Notebook-Bereich ebenfalls Arbeitsspeicher mit unterschiedlichen Taktraten. Die Bezeichnung DDR3-1333 steht dabei für einen DDR3-Arbeitsspeicher mit einer Taktfrequenz von knapp 667 MHz (1.333 MHz / 2 = 666,5 MHz). Manchmal sind Arbeitsspeicher-Typen auch mit »PC3« und einer Zahl dahinter gekennzeichnet. So heißt der DDR3-1333-Arbeitsspeicher auch »PC3 10.666«. Die »3« steht dabei für DDR3-RAM, während Sie die Zahl dahinter durch acht teilen müssen, um auf den DDR-Takt von effektiv 1.333 MHz zu kommen.

Schneller spielen mit zwei Arbeitsspeicher-Riegeln im »Dual Channel«-ModusSchneller spielen mit zwei Arbeitsspeicher-Riegeln im »Dual Channel«-Modus

Je höher die Taktfrequenz, desto schneller der Speicher – theoretisch zumindest. In der Praxis muss auch das Notebook-Motherboard die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers unterstützen. Im Einzelfall erfragen Sie dies am besten beim Hersteller, wenn das Handbuch keinen Aufschluss gibt. Bei Notebooks oder Netbooks mit schwachbrüstigen Prozessoren wie dem Intel Atom oder Celeron beziehungsweise AMDs Mobile Sempron lohnen sich mehr als 2,0 GByte Arbeitsspeicher meist nicht, sofern sich der integrierte Grafikchip nicht mehr als 256 MByte vom Hauptspeicher abzweigt.

Bei leistungsstärkeren Prozessoren wie einem Intel Core i5 und i7 oder mobilen AMD Phenom II X2, X3 und X4 dagegen sollten Sie unbedingt auf 2,0 GByte setzen oder am besten gleich 4,0 GByte einbauen, um Ladezeiten zu verkürzen und zwischen Spielen und dem Windows-Desktop zügig hin- und herwechseln zu können. Mehr als 4,0 GByte Arbeitsspeicher bringen allerdings keinen merklichen Performance-Schub.

Arbeitsspeicher kaufen

Bevor Sie sich Arbeitsspeicher zum Aufrüsten kaufen, sollten Sie erst überprüfen, welchen RAM Ihr System unterstützt (DDR2 oder DDR3), nachsehen wie viele Speicherbänke bereits belegt sind und gegebenenfalls auch mit welcher Speichermenge Ihr Notebook überhaupt klar kommt (ausschließlich bei alten Notebooks mit DDR2-Speicher relevant).

Angenommen Ihr Notebook verfügt über 2,0 GByte Arbeitsspeicher, wobei beide Speicherbänke besetzt sind: Wenn Sie Ihr Notebook auf 4,0 GByte Arbeitsspeicher aufrüsten wollen, müssen Sie sich dennoch 4,0 Gigabyte Arbeitsspeicher zulegen, den Sie für rund 60 Euro (DDR3-1333) beziehungsweise 80 Euro (DDR2-800) im Kit bekommen. Wenn dagegen noch einer der zwei Speichersteckplätze frei ist, brauchen Sie sich nur ein 2,0-GByte-Modul kaufen, was Sie bei DDR3-Speicher in etwa um die 30 Euro kostet und bei dem älteren DDR2 durchschnittlich 40 Euro. Generell kostet Notebook-Speicher mittlerweile kaum noch mehr als die Module für einen regulären Desktop-PC.

Achten Sie darauf, dass der neue Riegel hinsichtlich Speichermenge, Taktung sowie Latenzzeiten dem ersten entspricht (im Idealfall stammt der zusätzliche Speicher vom selben Hersteller). Zudem betreiben Sie die Speicher im Dual-Channel- oder, sofern möglich, im Triple-Channel-Modus, der von allen Notebooks der letzten Zeit unterstützt wird und die Performance etwas erhöht. Bei einem kompletten Neukauf gilt deshalb: Kaufen Sie nach Möglichkeit immer ein Speicher-Kit aus zwei identischen Riegeln (Kits sind meistens günstiger als zwei einzelne Module).

Nur falls Sie ein altes Single-Core-Notebook besitzen, brauchen Sie nicht auf Dual-Channel zu achten, weil viele dieser älteren Geräte diese Technologie gar nicht unterstützen und wenn doch, gibt es kaum einen spürbaren Leistungsunterschied. Installieren Sie hier dagegen, sofern möglich, einfach einen weiteren Riegel zum bestehenden Arbeitsspeicher. Falls alle Steckplätze bereits bestückt sind, müssen Sie auch hier ein oder zwei der alten Module ausbauen, um die neuen RAM-Riegel einsetzen zu können.

Desktop- und Notebookspeicher Arbeitsspeicher für Notebooks (unten) passt nicht in den Desktop-PC und umgekehrt.

SO-DIMM-DDR2 und -DDR3 Auch bei Notebooks wird zwischen DDR2 (oben) und DDR3 (unten) unterschieden.


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