Nvidia - Roy Taylor zu PhysX, KI und DRM

Roy Taylor, Vicepresident of Content Relations bei Nvidia, hat in einem Interview mit Bit-Tech erklärt, dass man illegale Kopien nicht dadurch bekämpfen könne, dass man "guten Jungs", die Käufer, durch DRM wie Verbrecher behandele.

von Georg Wieselsberger,
26.09.2008 13:44 Uhr

Roy Taylor, Vicepresident of Content Relations bei Nvidia, hat in einem Interview mit Bit-Tech erklärt, dass man illegale Kopien nicht dadurch bekämpfen könne, dass man "guten Jungs", die Käufer, durch DRM wie Verbrecher behandele. Dies sei ein Problem, dass die PC Gaming Alliance lösen müsse. Vielleicht müsse man Spiele auch nicht verkaufen, sondern könnte wie in Asien Einnahmen durch Microtransactions (Mini-Beträge für neue Levels, Gegenstände und dergleichen), Abonnements, Werbung, Portale und dergleichen erzielen.

Was PhysX oder Physik-Berechnungen in Spielen angeht, so sieht Roy Taylor die Entwicklung erst am Anfang. 2008 sei wie 1993, dem Jahr, in dem 3D-Spiele ihren Siegeszug antraten. Immer mehr Spieleentwickler sähen in Physik-Berechnungen mehr Vorteile für ihre Spiele als in etwas besseren Grafiken. Künstliche Intelligenz in Spielen könnte noch fünf bis zehn Jahre brauchen, bis ausreichend Berechnungen für wirklich dynamische Spiele möglich wären. Taylor spielt sogar mit dem Gedanken an Spiele, bei denen es kein festgelegtes Ende gibt, doch die dafür notwendigen Kalkulationen wären extrem komplex. DirectX 11 hält Roy Taylor für wichtig, allerdings müsse man erst noch sehen, ob es nur die Arbeit für Programmierer leichter mache oder auch neue Dinge ermögliche. Er hoffe auf Letzteres, denn dies würde dafür sorgen, dass sich DirectX 11-Spiele schneller durchsetzen.

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