Nvidia Geforce GTX 480 - Nvidia reagiert auf Kritik (Update)

Nvidia nimmt in einem Blogbeitrag zur Kritik am hohen Stromverbrauch der neuen Geforce GTX 480 Stellung.

von Georg Wieselsberger,
02.04.2010 21:51 Uhr

Größter Kritikpunkt an der Nvidia Geforce GTX 480 waren in den meisten Berichten die Wärmeentwicklung und der Stromverbrauch der Karte. Drew Henry, der General-Manager für den Geforce-Bereich bei Nvidia, hat nun in einem Beitrag im offiziellen Nvidia Ntersect-Blog darauf reagiert.

Nachdem er noch einmal kurz die Details der Karte zusammenfast, die mit ihren 480 CUDA-Cores fortgeschrittene Tessellation, Ray-Tracing und 3D Vision Surround ermögliche, geht er auf die Sorgen mancher Interessenten bezüglich Energie und Wärme ein.

Ein Hochleistungs-Grafikchip mit den genannten Fähigkeiten verbrauche einfach viel Energie. Um die Geforce GTX 480 schnell zu machen, habe man diesen Kompromiss eingehen müssen. Der Grafikchip sei aber für hohe Temperaturen entworfen worden, daher gäbe es keinen Einfluss auf die Qualität oder die Lebensdauer. Man halte den eingegangenen Kompromiss daher für richtig.

Die Architektur des GF100-Chips sei großartig und die richtige für die nächste Spiele-Generation. Die Geforce GTX 480, so Henry, sei führend in der Leistung, während die Geforce GTX 470 eine tolle Kombination aus Leistung und Preis darstelle. Man hoffe, dass die Kunden mit den neuen Produkten, die man für sie gebaut habe, zufrieden seien und Nvidia ihre Meinung mitteilen.

Update 02.04.2010

Nvidia reagiert nicht nur mit einem Blog-Eintrag auf Kritik. Wie Extra Hardware schreibt, hat Igor Stanek, der Nvidia-PR-Manager für Mittel- und Ost-Europa für einen Nachtest der Nvidia Geforce GTX 480 einen 25-kg-PC zur Verfügung gestellt, der das Cooler Master Cosmos S Gehäuse verwendet.

Im ersten Test der tschechischen Kollegen hatte die Geforce GTX in FurMark die von Nvidia maximal erlaubte Temperatur von 105°C erreicht und das trotz des sehr schnell laufenden und daher lauten Lüfters. Die Geforce GTX 480 war dabei in einen PC mit Cooler Master Centurion 534-Gehäuse eingebaut. Solche Ergebnisse haben dazu geführt, dass die Geforce GTX 480 im Internet als »Grillforce« oder »Thermi« mit Bezug auf die Fermi-Architektur des Grafikchips verspottet wird.

Cooler Master Cosmos SCooler Master Cosmos S

Das Cosmos-S-Gehäuse sorgt beim neuen Test kurz für eine Maximal-Temperatur von 97°C, die dann aber durch eine höhere Lüftergeschwindigkeit auf 91° C sank, ohne die Lautstärke des anderen Tests zu erreichen. Das mit einem 200mm-Seitenlüfter über dem Grafikkarten-Bereich ausgestattete Cosmos-S-Gehäuse belegt also, dass gute Belüftung beim Einsatz der neuen Geforce GTX 480 zumindest den Kritikpunkt der Wärmeentwicklung deutlich abschwächt.

Wir weisen auch in unserer FAQ zur Nvidia Geforce GTX 480 darauf hin, dass man auf die Belüftung der Karte achten muss und vielleicht einen zusätzlichen Gehäuselüfter benötigt. Wie im Fall von Extra Hardware könnte eventuell gleich ein neues Gehäuse notwendig werden. Ob sich Spieler aber ein neues Gehäuse mit guter Belüftung kaufen, damit die Geforce GTX 480 besser gekühlt wird?

» Nvidia Geforce GTX 480 FAQ - Was man über die neue DirectX-11-Geforce wissen muss
» Geforce-Historie - 15 Jahre, 15 Grafikkarten-Generationen

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