Probleme mit dem iPhone X - Features verschoben, Software-Qualität wichtiger

Apple wird sich vor allem bei iOS erst einmal auf Sicherheit und die Qualität der Software konzentrieren, die zuletzt gelitten hatte.

von Georg Wieselsberger,
13.02.2018 10:34 Uhr

Apple iPhone XApple iPhone X

Wie Bloomberg meldet, wird Apple zwar im Herbst wieder Updates zu seinen Betriebssystemen macOS und iOS veröffentlichen, die neue Features enthalten, doch die aktuelle Arbeit hat nun einen anderen Schwerpunkt. Laut dem Bericht hat der Software-Chef von Apple, Craig Federighi, die neue Strategie bei der Entwicklung schon im Januar 2018 intern den Mitarbeitern erklärt.

Kein absolut festgelegter Zeitplan mehr

Statt wie bisher die Entwickler mit einem fixen Zeitplan, der unbedingt alle neuen Features gleichzeitig zu einem festen Termin vorsieht, unter Druck zu setzen, sollen sich die nächsten beiden Updates für iOS auf das Betriebssystem an sich konzentrieren. Es wird zwar weiterhin jährliche Updates geben, aber Features, die noch nicht ausgereift genug sind, werden dann um ein Jahr verschoben.

Der bisherige Zeitplan sei so überladen gewesen, damit Apple jedes Jahr besonders große Fortschritte vermelden konnte. Zuletzt sei der Zeitplan aber kaum einzuhalten gewesen und daher wurde auch Software veröffentlicht, die viele Fehler enthielt. Das wäre früher nicht passiert, so die Quelle von Bloomberg. Das hätten auch viele Apple-Kunden in letzter Zeit festgestellt.

Zu viele Fehler

Als Beispiele nennt der Artikel Probleme mit dem iPhone X, bei dem teilweise Textnachrichten nicht in der richtigen Reihenfolge angezeigt wurden, Anrufe verzögert oder gar nicht angenommen wurden und auch immer wieder Apps abstürzten.

Bloomberg zieht auch einen Vergleich zu Google. Dort arbeiten die Teams an ihren Apps und entsprechenden Updates, ohne an die jährliche Android-Version gebunden zu sein. Bei Apple hingegen werde alles in den Herbst verlagert und das sorge für Probleme. Software sei teilweise noch nicht fertig und werde dann unvollständig oder zu früh veröffentlicht.


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