Reichelt Shuttle SN85G4SY

Der Reichelt Shuttle bietet für 1.099 Euro hohe Spieleleistung und gute Ausstattung auf kleinstem Raum. Nur der Grafikkartenlüfter nervt.

von Arnt Kugler,
11.08.2004 14:11 Uhr

Und es kommt doch nicht auf die Größe an: Dem amerikanischen Leitsatz »Size matters« zum Trotz verputzt der Reichelt Shuttle SN85G4SY selbst großspurig auftretende Big-Tower-Kollegen zum Frühstück. Denn, und hier hat zumindest der deutsche Volksmund mal Recht, es kommt eben doch auf die inneren Werte an - zumindest bei der PC-Leistung.

Kompaktes Kraftpaket

Die Traummaße unseres Testsiegers: 20 mal 18,5 mal 30 Zentimeter, bei 4,8 Kilo Gewicht. Ideal für den unbeschwerten Transport zur LAN-Party. Zwar geht es im Reichelt Shuttle SN85G4SY beengt zu, trotzdem ist das System aufgeräumt und sauber verarbeitet. Auf dem Mainboard mit Nforce3-150-Chipsatz thront ein vor Kraft strotzender Athlon 64/3200+. Der stemmt locker aufwändige Spiele wie Far Cry und besitzt genügend Reserven selbst für die zukünftige Spielegeneration nach Doom 3. Unter dem leisen 240-Watt-Netzteil steckt in einer von zwei Speicherbänken ein 512 MByte großer PC3200-Speicherriegel. Die schnelle DirectX-9-Karte Radeon 9800 Pro mit 128 MByte Videospeicher besetzt den AG-Port, eine Erweiterungskarte bringen Sie im dahinter liegenden PCI-Slot unter. Der sechskanalige Onboardsound ist für Spieler und DVD-Freaks voll ausreichend. Daten speichert und brennt das Reichelt-Gerät mit einer schnellen SATA-Festplatte (160 GByte) sowie dem 8x-DVD±RW-Brenner ND2500A von NEC. Statt eines Floppy-Lauwerks sitzt im zweiten 3,5-Zoll-Schacht ein 6-in-1-Cardreader. Weiter gibt es Firewire, vier USB-2.0-Ports und zwei S/P-DIFSchnittstellen für digitale Audiogeräte.

Kühl, stabil und leise

Damit im engen Reichelt Shuttle SN85G4SY kein Hitzestau entsteht, sorgt ein effizientes Kühlsystem für ein frisches Betriebsklima. Dem Nforce3-150-Chipsatz genügt zwar ein passiver Kühlkörper, für den hitzköpfigen Athlon 64/3200+ muss es aber eine große Heatpipe sein. Die kühlt ein leiser, temperaturgesteuerter 80-mm-Lüfter. Durch Löcher im Gehäuseboden und in den Seiten des Deckels strömt kühle Frischluft nach. Resultat des Aufwands: Einzige Geräuschquelle ist die leicht heulende Radeon 9800 Pro. Erst im 24-Stunden-Dauerlastbetrieb stieg die CPU-Temperatur auf 75 Grad und der Lautstärkepegel auf »deutlich hörbar«.

Volle Spielepower

Mit sehr guten Resultaten rast der Reichelt Shuttle SN85G4SY durch unseren Benchmark-Parcour. Während er im 3DMark2003 mit 5.854 Punkten die Konkurrenz nur knapp schlägt, sieht die in Far Cry (26,3) und UT 2004 (117.3 fps) mit 1280 mal 1024 Pixeln nur noch seine Rücklichter. Der Reichelt Shuttle SN85G4SY gewinnt den Mini-PC-Vergleichstest überlegen: Leistung, Ausstattung und Verarbeitung sind für 1.099 Euro erste Sahne.


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