Samsung Galaxy S6 Edge - Auch Samsung hat ein »Bendgate« (Update)

Das neue Samsung Galaxy S6 Edge verbiegt sich genau wie das iPhone 6 Plus und wohl jedes andere Smartphone bei einer bestimmten Belastung.

von Georg Wieselsberger,
07.04.2015 07:31 Uhr

Das Samsung Galaxy S6 Edge verbiegt sich wie das iPhone 6 Plus.Das Samsung Galaxy S6 Edge verbiegt sich wie das iPhone 6 Plus.

Update: Samsung hat auf das Video von Squaretrade reagiert und darauf hingewiesen, dass der Druck, den die Smartphones aushalten mussten, unrealistisch sind. Mehr als 30 Kilogramm seien in der Praxis nicht zu erwarten und sowohl das Galaxy S6 als auch das Galaxy S6 Edge seien mit 32 Kilogramm getestet worden. Das entspreche dem Druck, der benötigt wird, um fünf Bleistifte gleichzeitig zu brechen.

Außerdem setze der Test die Smartphone einseitigem Druck aus, der in der Praxis ebenfalls so nicht vorkomme, da der Druck dann Vorder- und Rückseite betreffe. Squaretrade habe nur die Vorderseite getestet und das könnte Verbraucher in die Irre führen. Samsung will daher Squaretrade dazu auffordern, die Tests erneut durchzuführen, dabei sowohl die Vorder- als auch Rückseite zu belasten und die Tests dann zu veröffentlichen. Samsung hat auch ein Video der eigenen Tests veröffentlicht.

Quelle: Samsung

Oriignalmeldung: Vermutlich gehört es nun zum Standard, neue Smartphones einem Belastungstest zu unterziehen, der in der Praxis so extrem wohl nie vorkommen wird. Nachdem das »Bendgate« des iPhone 6 Plus für viele Schlagzeilen und entsprechend spöttische Werbung von Apple-Konkurrenten gesorgt hat, hat Samsung nun ein eigenes Bendgate. Die Webseite Squaretrade hat auch das neue Samsung Galaxy S6 Edge einem recht praxisfernen Test unterzogen, bei dem das Smartphone in der Mitte des Displays starkem Druck ausgesetzt wird.

Bei diesem Test gibt das iPhone 6 Plus von Apple bei umgerechnet rund 50 Kilogramm Druck nach und auch das Gehäuse des Samsung-Smartphones verbiegt sich erst bei dieser Last. Allerdings kann es bei dem Galaxy S6 Edge laut dem Test schon bei dieser Belastung passieren, dass die gekrümmte Kante des Display splittert und damit die Möglichkeit des Entstehens von Glasscherben besteht. Der Schwachpunkt scheint also an diesem speziellen Feature zu liegen, das den Druck ungleich verteilt. Beim Extremtest mit noch mehr Druck, der dafür sorgt, dass das gesamte Smartphone samt Display nachgibt, war das iPhone 6 Plus ebenfalls stabiler als das Samsung-Modell.

»Druck«-Testsieger war allerdings das HTC One M9, das immerhin über 54 Kilogramm Belastung aushielt, bevor sich das Gehäuse verbiegt. Doch während das iPhone 6 Plus und das Samsung Galaxy S6 Edge noch funktionieren, wenn das Gehäuse erstmals nachgibt, war das Smartphone von HTC wegen einer beschädigten Powertaste nicht mehr verwendbar. Das Samsung Galaxy S6 ohne gekrümmtes Display wurde dem Test leider nicht unterzogen. Während der Aufregung über das originale »Bendgate« hatte Samsung für sein Galaxy Note 4 Edge übrigens noch mit dem Spruch »Gekrümmt. Nicht verbogen« geworben.


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