Shuttle XPC SK83G

Eleganter und sehr gut verarbeiteter Sockel-754-Barebone. In Kombination mit einer flotten 3D-Karte und einer schnellen CPU fit für die Spiele-Zukunft.

von Daniel Visarius,
13.08.2004 16:50 Uhr

Barebones haben wegen ihres kompakten Gehäuses oft Hitzeprobleme, der Komponenteneinbau ist meist hakelig. Ganz anders Shuttles XPC SK83G: Der Kraftzwerg (20x18,5x30 cm) auf Athlon-64-Basis läuft dank Heatpipe-Kühler nächtelang stabil und leise. Mit gut ausgewählten Bauteilen liefert er Leistung satt für die kommende Spiele-Generation.

Tolle Ausstattung

Das eingebaute FX83-Mainboard basiert auf VIAs K8M800-Chipsatz und unterstützt alle Athlon-64-Prozessoren für den Sockel 754. Die integrierte Grafik genügt für Office-Anwendungen und Multimedia-Wiedergabe, Spieler stöpseln eine schnelle DirectX-9-Karte in die AGP8x-Buchse. Im Test hatten wir keine Probleme mit dem Einbau von Radeon-Platinen bis X800 XT und Geforce-Boards bis 5900 Ultra. Modelle mit zwei Slot-Blechen à la Geforce 6800 Ultra bleiben allerdings draußen. Den gleichzeitig nutzbaren PCI-Slot hat Shuttle so positioniert, dass sich auch eine lange Audigy-2-Soundkarte wohl fühlt. Je zwei IDE- und Serial-ATA-Ports warten auf den Anschluss von maximal zwei Platten und einem optischen oder Floppy-Laufwerk. An der Rückseite führt Shuttle Onboard-LAN und -Sound, viermal USB 2.0, Firewire und TV-Out nach außen.

Clevere Details

Die leise Heatpipe arbeitet zuverlässig und schafft die Wärme zügig aus dem Gehäuse. Mit Hilfe der gut bebilderten, allerdings englischen Anleitung gelingt auch Einsteigern die Montage. Der Einbau von Laufwerken geht leicht von der Hand - mit wenig Aufwand lösen Sie den entsprechenden Metallkäfig und schrauben die Geräte außerhalb des Gehäuses hinein. Die zwei - Slots sind leicht zu erreichen - bis maximal 2,0 GByte RAM können Sie hier einbauen.

Wenn das System mal den Start verweigert (etwa nach einer Übertaktung), setzen Sie das Bios per Jumper an der Rückseite zurück, ohne den PC aufschrauben zu müssen. Einziges echtes Manko des SK83G ist der fehlende Netzschalter - im Gerät liegt stets Spannung an, bis Sie den Stecker ziehen.

Fit für die LAN-Party

Im Praxistest überzeugte uns der SK83G mit niedriger Geräuschentwicklung und hoher Spieleleistung. In Far Cry schafft er in der für 17- und 19-Zoll-TFTs wichtigen 1280er-Auflösung gut spielbare 28,3 fps (Athlon 64/3000+, 512 MByte DDR400, Radeon 9800 Pro). Die praktischen USB- und Headset-Anschlüsse an der Front runden das hervorragende LAN-Party-Paket ab.


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