Sicherheit - US-Militär über USB-Stick ausspioniert

Das US-Militär wurde über einen infizierten USB-Stick im Jahr 2008 durch einen ausländischen Geheimdienst ausspioniert.

von Georg Wieselsberger,
26.08.2010 16:16 Uhr

Ein mit einem Virus präparierter USB-Stick wurde im Jahr 2008 mit einem Laptop in einer US-Militärbasis verbunden. Der Schadcode stammt laut dem stellvertretenden US-Verteidigungsminister William J. Lynn von einem nicht näher benannten ausländischen Geheimdienst und konnte sich bis in das Netzwerk des US-Regionalkommandos im Nahen Osten verbreiten.

Von dort aus seien Informationen über geplante Operationen, Waffen und Überwachungen an ausländische Server verschickt worden.

Obwohl es sich dabei um den größten Vorfall dieser Art handelte, sei es laut Lynn nicht der einzige erfolgreiche Versuch, an geheime Daten des US-Militärs zu gelangen. Allerdings habe der Fall aus dem Jahr 2008 zur Operation »Buckshot Yankee« geführt, in deren Rahmen der Schutz ausgebaut, das Sicherheitsbewusstsein der Militärangehörigen verbessert und beispielsweise auch die Nutzung von USB-Sticks verboten wurde.

In seinem Beitrag im Magazin Foreign Affairs bezeichnet Lynn den Vorfall als »Weckruf«, es sei jedoch noch viel Arbeit, die Militär- und Regierungsnetzwerke abzusichern.


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