Silverstone Raven Gaming Mouse - Teure Maus mit 3D-Rad

Mit einem Preis von rund 60 Euro ist die Raven-Maus von Silverstone zu teuer. Zwar arbeitet sie präzise, aber sie hat Schwächen bei Ausstattung und Ergonomie.

von Nico Gutmann,
27.07.2009 14:08 Uhr

Auf dem Display der Raven Gaming Mouse können Sie jederzeit die aktuelle Abtastrate und das gewählte Einstellungs-Profil ablesen, das Sie vorher im Treiber konfigurieren. Außerdem hat die Maus eine Art »3D-Rad« und lässt sich zwischen Spiele- und Desktop-Betrieb umschalten. Genügt das, um den hohen Preis von 60 Euro zu rechtfertigen?

Ausstattung

Insgesamt lassen sich fünf Einstellungsprofile erstellen, sofern die Raven Gaming Mouse im »Game Mode« ist. Das ist einer der zwei Modi, zwischen denen Sie über einen Schalter an der Mausunterseite wählen können. Im Desktop-Modus ist die Tastenbelegung fest und auf Desktop- und Office-Arbeiten ausgelegt. Im Spiele-Modus kommen dagegen die genannten Einstellungs-Profile zum Einsatz. Sie umfassen jeweils die vertikale und horizontale Abtastrate sowie die Tastenbelegung.

Allerdings sind nicht alle zehn Tasten und die zwei Mausräder frei konfigurierbar. Insbesondere bei der großen Seitentaste samt »3D-Rad« ist das ein Nachteil. Die Taste dient lediglich zum Durchschalten der Profile. Mit dem zusätzlichen Rad ändern Sie über etwas unbequeme Tastenkombinationen die Abtastrate in 100er-Schritten. Nach Erreichen des Maximums springt die Abtastrate jedoch wieder zurück zum Minimum, so dass Sie penibel darauf achten müssen, wie weit Sie drehen - schnelles Erhöhen und Senken der Abtastrate wird so unmöglich.

Das »3D-Rad« der Raven Gaming Mouse ist so weitgehend nutzlos. Schlimmer noch: Es verhindert die Bedienung der Seitentasten mit dem Daumen. Stattdessen nutzen Sie sie umständlich mit dem Zeigefinger.

Das ist umso gravierender, weil Sie die vier Seitentasten neben Standard-Funktionen, wie Doppelklick, »Vorwärts« und »Zurück«, auch mit Makros belegen können. Bis zu 16 Zeichen lange Buchstaben- und Zeichenketten, die auf Tastendruck abgespult werden können, sowie 16 Befehle umfassende Makros sind möglich. Beide geben Sie direkt bei der Konfiguration der Taste ein und es gibt keine Möglichkeit sie zu speichern und einfach wieder abzurufen oder auf andere Tasten zu legen.

Präzision & Handling

Insgesamt liegt die Raven Gaming Mouse angenehm in rechten Händen, und mit Ausnahme der unglücklich angebrachten linken Seitentasten sind alle Tasten gut erreichbar. Der Druckpunkt der Schalter ist gut. Die Verarbeitung ist insgesamt solide, einzig das 3D-Rad wirkt etwas billig. Ein Druck auf die zugehörige Taste lässt die ganze Maus vibrieren.

In der Spiele-Praxis überzeugt die Raven Gaming Mouse aber durchweg. Selbst schnellste Bewegungen verarbeitet der mit bis zu 3.200 dpi abtastende Laser präzise. Einzig wenn Sie mit einer Unterlage aus Glas oder durchsichtigem Hartplastik spielen, verschluckt sich die Maus häufig.

Fazit

Wenn Sie von den Komfortmängeln absehen, ist die Raven eine präzise und solide Maus, die auch in schnellen Shootern gut zurechtkommt. In der gleichen Preisklasse bekommen Sie aber auch Mäuse wie die Logitech G5 oder die Roccat Kone, die gerade in der Ausstattung deutlich besser abschneiden. Unterm Strich lohnt sich ein Griff zur Silverstone Raven für Spieler daher nicht.

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