PC-Spieler, die darauf hoffen, dass die hohen Preise für Grafikkarten demnächst wieder etwas sinken werden, müssen wohl noch einige Monate lang Geduld haben. Gegenüber Massdrop, einem Technik-Marktplatz in den USA, soll Nvidia die Lage auf den Grafikkartenmarkt erläutert und dabei weiterhin steigende Preise noch bis in das 3. Quartal 2018 vorhergesagt haben. Das berichtet Brian Hutchins, der Community Manager von Massdrop, nach einem Besuch von Nvidia-Vertretern in der Firmenzentrale.
Speichermangel & Krypto-Mining
Als Gründe für die noch höheren Preise werden zunächst die neuesten Smartphones von Apple und Samsung genannt, die viel Speicher benötigen. Die beiden Unternehmen würden mehr für die Produktion des Arbeitsspeichers bezahlen, um sicherzustellen, dass sie zuerst und in ausreichenden Mengen beliefert werden.
Kleinere Unternehmen wie die Grafikkarten-Hersteller Asus, EVGA, Gigabyte oder MSI könnten hier nicht mithalten und würden deswegen unter Speichermangel leiden, der für höhere Preise sorgt. Dazu trägt auch die hohe Nachfrage durch Krypto-Mining bei, die dafür sorgt, dass quasi jede hergestellte Grafikkarte aufgekauft wird, während eine merkliche Produktionssteigerung durch den Speichermangel nicht möglich ist.
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UVP-Preise nicht in Sicht
Massdrop bietet eigentlich auch günstigere Angebote für Grafikkarten, doch laut Hutchins sind Preissenkungen nicht in Sicht und aktuell verkaufe Massdrop Grafikkarten nur mit so viel Aufschlag, um die eigenen Kosten abzudecken. Grafikkarten zum ursprünglichen empfohlenen Verkaufspreis oder auch nur in der Nähe davon werde es für eine ganze Weile nicht geben.
Auch wenn sich diese Aussagen auf Nvidia beziehen, dürfte die Lage auch bei AMD-Grafikkarten nicht besser aussehen. Viele Grafikkarten-Hersteller sind Partner von AMD und Nvidia.
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