Urheberrechtsabgabe - HP spart mit technischem Trick

Da in Deutschland auf Kopiergeräte Urgeberrechtsabgaben von 102 Euro fällig werden, sind günstige Multifunktionsgeräte, die eigentlich nur 100 Euro kosten könnten, gleich doppelt so teuer. Daher hat sich Hewlett-Packard nun einen technischen Trick einfallen lassen.

von Georg Wieselsberger,
15.08.2008 10:10 Uhr

Da in Deutschland auf Kopiergeräte Urgeberrechtsabgaben von 102 Euro fällig werden, sind günstige Multifunktionsgeräte, die eigentlich nur 100 Euro kosten könnten, gleich doppelt so teuer. Daher hat sich Hewlett-Packard nun einen technischen Trick einfallen lassen. Mit einer speziellen Firmware wird den günstigen Geräten ein Kopiervorgang nur noch erlaubt, wenn auch der PC angeschlossen und aktiv ist. Dann wird der Kopiervorgang in Scannen und Drucken aufgeteilt und über den PC geleitet. Damit ist das Multifunktionsgerät rein technisch gesehen kein Kopierer mehr, sondern nur noch ein Scanner und Drucker, für den 10 Euro Abgabe vorgesehen sind. HP nennt diesen Kniff "PC-Copy", nutzt ihn aber nur in Geräten, die in Deutschland verkauft werden sollen. Ein Gerät aus dem europäischen Ausland ist auch weiterhin in der Lage, ohne PC Kopien anzufertigen. Allerdings müsste dann ein Käufer, der so ein Gerät in Deutschland verwendet, laut Gesetz die 102 Euro an VG Wort bezahlen.

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