USB-Sticks mit Wikileaks-Logo - Einnahmen sollen Whistleblower-Plattform unterstützen

Der deutsche Hersteller Ionik wird noch vor Weihnachten USB-Sticks mit Wikileaks-Logo in den Handel bringen.

von Georg Wieselsberger,
13.12.2014 15:35 Uhr

Noch vor Weihnachten soll es die Wikileaks USB-Sticks im Handel geben. (Bildquelle: Ionik)Noch vor Weihnachten soll es die Wikileaks USB-Sticks im Handel geben. (Bildquelle: Ionik)

Wikileaks ist nicht nur eine bekannte Whistleblower-Plattform, sondern inzwischen auch eine eingetragene und geschützte Marke samt zugehörigen Lizenzprodukten. Der deutscher Hersteller Ionik hat sich nun die weltweite Lizenz für den Vertrieb von »Wikileaks-USB-Sticks« gesichert und will noch vor Weihnachten die ersten Modelle in den Handel bringen. Laut Kristinn Hrafnsson, isländischer Journalist und Sprecher von Wikileaks, wäre der Kauf der USB-Sticks eine Möglichkeit, die Whistleblower-Plattform und deren Prinzipien zu unterstützen, da die Einnahmen zum Teil an Wikileaks weitergegeben werden.

»Ich bin gespannt auf die Produkte und wie sie im Handel angenommen werden. Die Menschen setzen sich heutzutage mit Themen wie Freiheit, Transparenz und Wahrheitsfindung auseinander“, so Hrafnsson. Schon seit dem Jahr 2007 ist die Plattform aktiv und hat seitdem viele anonym eingesendete, geheime Regierungs- und Unternehmensinformationen veröffentlicht. Der Mitgründer und bekannteste Sprecher von Wikileaks, Julian Assange, lebt zur Zeit wegen eines in Schweden ausgestellten Haftbefehls wegen umstrittener Vergewaltigungsvorwürfe in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er auch vor dem Zugriff der britischen Behörden geschützt ist.

Der Verkauf von Wikileaks-Lizenzen soll allerdings nicht Assange finanzieren, sondern den Betrieb der Plattform und auch die immer wieder wegen veröffentlichter Dokumente notwendigen Anwaltshonorare zumindest teilweise decken. Auch der Jochen Bless, der Geschäftsführer von Ionik sieht eine durch Meinungsforscher belegte hohe Unterstützung für Wikileaks weltweit und hofft daher, dass die USB-Sticks ein Erfolg werden, auch zum Wohle der Plattform. «Wir sind sehr stolz, der exklusive globale Distributor für die Sticks zu sein«, so Bless. Die Wikileaks-USB-Sticks werden in den Größen von 16, 32 und 64 GByte zunächst in Deutschland, Skandinavien und dem Mittleren Osten zu einem Preis ab 10,99 Euro in den Handel kommen.


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