USB Killer - Indiegogo-Kampagne für Mainboard-zerstörenden USB-Stick

Bei Indiegogo läuft aktuelle eine Crowdfunding-Kampagne für ein Stück Hardware, dass USB-Ports und wahrscheinlich auch gleich das dazugehörige Mainboard des Rechners beim Einstecken zerstören kann.

von Georg Wieselsberger,
09.11.2015 10:27 Uhr

Der USB Killer kann USB-Ports und Mainboards zerstören. (Bildquelle: Indiegogo)Der USB Killer kann USB-Ports und Mainboards zerstören. (Bildquelle: Indiegogo)

Die Möglichkeit, mit einem USB-Stick, der speziell für diesen Zweck präpariert wurde, einen PC zu beschädigen, ist nicht wirklich neu und wurde auch schon von Sicherheitsexperten präsentiert. Neu ist nun allerdings, dass auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne läuft, die die Massenproduktion dieses sogenannten USB-Killers finanzieren soll. Gestartet wurde die Kampagne von Dmitry Grishin aus Moskau.

Der Text auf Indiegogo versucht, den USB Killer als neue Möglichkeit zum Schutz Daten und PCs darzustellen und nennt dafür einige Beispiele. Ohne funktionierenden USB-Port seien PCs wesentlich sicherer, denn Einbrecher oder eine misstrauische Ehefrau könnten dann USB-Sticks mit sensiblen Daten nicht mehr auf dem Rechner verwenden. Der Text gibt sogar zu, dass der USB Killer auch das Mainboard des Rechners beschädigen kann, aber das lasse sich austauschen oder reparieren und Datendiebe hätten dafür keine Zeit.

Technisch ist der USB-Killer nur ein USB-Stick mit einigen Kondensatoren, die über die 5-Volt-Schiene des USB-Anschlusses aufgeladen werden. Anschließend wird die gespeicherte elektrische Energie auf einen Schlag wieder freigegeben und zerstört so mindestens die USB-Schaltkreise des angeschlossenen Rechners und wahrscheinlich auch weitere Hardware auf dem Mainboard. Aus diesem Grund weist die Kampagne auch mehrmals auf diese Tatsache hin und Unterstützer sollten sich dieser Gefahr bewusst sein, bevor sie eine Summe für die Kampagne zusagen.

Bisher sieht es aber nicht so aus, als würde der USB Killer in Massenproduktion gehen. 15 Tage vor Ende der Kampagne sind gerade einmal etwas mehr als 1.200 US-Dollar der gewünschten 10.000 Dollar erreicht.

Quelle: Indiegogo


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