Valve-Chef Gabe Newell - Source 2 Engine mit Fokus auf Nutzer-generierte Inhalte

Gabe Newell hat zusammen mit anderen Entwicklern von Valve eine »Ask us anything«-Fragestunde bei Reddit absolviert und dabei auch über die neue Source 2 Engine, Virtual Reality und die Zukunft des PC-Gaming gesprochen.

von Georg Wieselsberger,
05.03.2014 15:38 Uhr

Für Valve sind Steam Machines nur eine Erweiterung der Reichweite von Steam um ein Zimmer.Für Valve sind Steam Machines nur eine Erweiterung der Reichweite von Steam um ein Zimmer.

Gleich vorweg: auch in der Fragestunde bei Reddit gab es keinerlei neue Informationen zu Half-Life 3, das aber immerhin auch nicht dementiert wurde und so weiter Stoff für Gerüchte bieten wird. Zu anderen Themen nahmen Newell und weitere Valve-Entwickler aber ausführlich Stellung. So wird die neue Source 2 Engine auch darauf ausgerichtet, Virtual Reality gut zu unterstützen, allerdings will Valve deswegen keine neuen Spiele verzögern. »Wir halten kein Spiel zurück, bis VR ausgeliefert wird. Wir wollen keine solchen Abhängigkeiten erschaffe«. Auf die eigene VR-Hardware angesprochen, erklärte Newell, dass er nicht sagen würde, dass sie im Vergleich zu Oculus Rift »Lichtjahre voraus« sei, denn man arbeite mit Oculus zusammen und wünsche sich daher auch von dort fantastische Hardware.

Die neue Engine wird insbesondere viele Verbesserungen im Bereich der leichten Erschaffung von Inhalten bieten. Valve sieht hier einen wichtigen Punkt für die Zukunft. »Ein professioneller Entwickler bei Valve nimmt viele Schwierigkeiten hin, aber das klappt nicht, wenn Nutzer selbst Inhalte generieren sollen«. Der ganze Bereich der Steam Machines samt dem Steam Controller und SteamOS sei nur entstanden, weil Spieler sich immer wieder gewünscht hätten, auch im Wohnzimmer ihre Steam-Spiele nutzen zu können.

Es handle sich also nur um einen zusätzlichen Dienst, der ein neues Zimmer erreicht. Bei Spiele-Entwicklern herrsche außerdem großes Wohlwollen, was Umsetzungen für Linux angehe. Die Zukunft von Steam und der PC-Spiele ist aber laut Newell ungewiss. Zuviel hänge vom Feedback der Spieler ab, das Ziele immer wieder verändere. Daher sei es wichtiger, schneller an Feedback zu gelangen, als Ziele festzulegen. Insgesamt sieht Newell die Zukunft darin, dass jeder Spieler etwas erschaffen und veröffentlichen könne. Valve überlege daher, wie man Spieler produktiver machen kann.

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