WearDrive - Microsoft-Forscher verdreifachen Akku-Laufzeit von Smartwatches

Aktuelle tragbare Hardware wie Firness-Armbänder und Smartwatches leiden unter recht kurzen Akku-Laufzeiten. Microsoft-Forscher haben nun einen relativ einfachen Weg gefunden, das zu ändern.

von Georg Wieselsberger,
10.07.2015 11:09 Uhr

Tragbare Hardware wie das Microsoft Band könnte von WearDrive profitieren.Tragbare Hardware wie das Microsoft Band könnte von WearDrive profitieren.

Smartwatches wie die neue Apple Watch müssen bei stärkerer Nutzung oft aufgeladen werden, da die kleinen Akkus in solchen Geräten oft nicht einmal einen ganzen Tag durchhalten. Größere Akkus würden das Problem zwar lösen, die tragbaren Geräte dann aber schwerer und unkomfortabler machen. Forscher bei Microsoft haben nun einen neuen Weg gefunden, ohne größere technische Veränderungen die Akku-Laufzeit der kleinen Geräte um mehr als das Dreifache zu verlängern.

Mit »WearDrive« werden die meisten rechenintensiven Aufgaben einfach per Bluetooth an ein vorhandenes Smartphone übertragen, dass dann diese Aufgaben übernimmt und die Resultate zurück an die Smartwatch oder das Fitness-Armband überträgt. Laut den Forschern hat diese Aufteilung nur eine minimale Auswirkung auf die Akku-Laufzeit des Smartphones, während die tragbare Hardware fast nur die Energie für die Bluetooth-Verbindung liefern muss. Ein weiterer Vorteil ist, dass die deutlich höhere Rechenleistung eines Smartphones auch dafür sorgt, dass die Aufgaben gleich neun Mal schneller verarbeitet wurden.

Die Forscher haben ihr neues System im Zusammenspiel mit einem Android-Smartphone getestet, doch WearDrive ist auch so ausgelegt, dass es erkennt, ob ein Smartphone überhaupt in Reichweite ist. Damit sind Smartwatches oder Fitness-Armbänder auch weiterhin ohne Smartphone einsetzbar, nutzen aber die Auslagerung von Berechnungen, sofern dies möglich ist. Laut dem Bericht bei Technet planen die Entwickler des Microsoft Band aktuell nicht, eine derartige Technik in ihr Fitness-Armband einzubauen. Für andere Hersteller oder für neue Versionen des Microsoft band könnte diese Idee aber sehr interessant sein.

Quelle: Technet

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