Webseite der australischen Zensurbehörde gehackt - Zensurgegner kritisieren Entstellung der Seite

Die entstellte Webseite einer australischen Behörde ruft Kritik von Zensurgegnern hervor.

von Georg Wieselsberger,
27.03.2009 16:01 Uhr

Die Webseite der australischen Behörde "National Classification Board" wurde letzte Nacht von Hackern angegriffen und verändert. Aktuell ist die Seite offline und kann nicht mehr aufgerufen werden. Der Hack fand nur wenige Stunden vor einem TV-Auftritt des Senators Stephen Conroy statt, der die geplanten Maßnahmen erklärte. Das sogenannte "Defacement" präsentierte den Besuchern einen neuen Text, der im Original folgendermaßen lautete:

This site contains information about the boards that have the right to CONTROL YOUR FREEDOMZ. The Classification Board has the right to not just classify content (the name is an ELABORATE TRICK), but also the right to DECIDE WHAT IS AND ISNT APPROPRIATE and BAN CONTENT FROM THE PUBLIC. We are part of an ELABORATE DECEPTION from CHINA to CONTROL AND SHEEPIFY the NATION, to PROTECT THE CHILDREN. All opposers must HATE CHILDREN, and therefore must be KILLED WITH A LARGE MELONS during the PROSECUTION PARTIES IN SEPTEMBER. Come join our ALIEN SPACE PARTY.

Der Text wirft der Behörde vor, die Nation kontrollieren und wie Schafe behandeln zu wollen, unter dem Vorwand des Kinderschutzes. Alle Gegner der Behörde müssten Kinderhasser sein und daher auf Anklage-Partys im September mit großen Melonen erschlagen werden. Gegner der Zensur in Australien kritisieren allerdings auch diesen Angriff auf die Behörden-Webseite, der die Ziele der Kampagne sogar beschädigen könne. Man würde zwar verstehen, warum die Seite gehackt wurde, aber es wäre besser gewesen, dies nicht zu tun. Es sei außerdem nicht richtig, illegal zu handeln, um seinen politischen Standpunkt klar zu machen.


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